1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Der Kreis hamstert nicht

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

In Reinheim wird ein zentrales Katastrophenschutzlager eingerichtet. Derzeit ist allerdings keine Bevorratung von Lebensmitteln und Wasser geplant.

Gehortet und gehamstert wird im Kreis trotz der Debatte um das neue Zivilschutzkonzept der Bundesregierung, das die Bürger dazu animieren soll, sich einen Vorrat an Lebensmitteln zuzulegen, nicht. Der Vorstoß des Innenministers ruft beim Kreis Verwunderung hervor: „Unsere Verantwortlichen für den Brand- und Katastrophenschutz mussten feststellen, dass der Zivilschutz – mit ausdrücklicher Ausnahme des Katastrophenschutzes in Hessen – mindestens in den vergangenen beiden Jahrzehnten vom Bund und Land doch eher vernachlässigt wurde, da ist wenig passiert“, sagt Kreissprecher Frank Horneff. Umso verwunderlicher seien die aktuellen Diskussionen.

Die jetzt diskutierten Hinweise für die Bevölkerung sind zudem auch nicht wirklich neu, diese Hinweise gibt es in der vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Notfallvorsorge veröffentlichten Broschüre ,Für den Notfall vorgesorgt‘ in ähnlicher Form schon sehr lange. Im Impressum steht das Jahr 2009. Interessiert hat das aber bislang nur wenige.

Vorgesorgt ist im Kreis auf jeden Fall, neben Einheiten für etwa GABC-Messungen (Gefahrstoff, Atom, biologisch, chemisch), die Feuerwehrlöschzüge sowie Sanitäts- und Technische Züge, die im Kreisgebiet verteilt sind, wird derzeit ein zentrales Katastrophenschutzlager in Reinheim eingerichtet. Seit Anfang August steht hierzu eine Lagerhalle zur Verfügung, in der die bisher dezentral im Landkreis untergebrachten Einsatzmittel vorgehalten werden sollen. Gelagert werden dort etwa Feldbetten oder Iso-Matten. Derzeit ist allerdings keine Bevorratung von Lebensmitteln und Wasser geplant. (bach)

Auch interessant

Kommentare