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Kranichstein wächst

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Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) baut 67 Wohnungen im südlichen Wickopweg. Anwohner fürchten trotz einer geplanten Tiefgarage könnte es zu Parkplatz-Problemen kommen.

In Kranichstein sollen wieder Wohnungen gebaut werden, informierte Sprecher Heribert Varelmann die Stadtteilrunde Kranichstein bei ihrer jüngsten Zusammenkunft im Luise-Büchner-Haus. Wohnungsbau gab es zwar schon in Gebieten wie dem K6, aber nun kommen erstmals neue Wohnungen in den Teil, den der Stadtplaner Ernst May Ende der sechziger Jahre konzipiert hatte.

Im südlichen Wickopweg will die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) zwei fünfstöckige Gebäude errichten. Die GWH vermiete die Wohnungen auf dem freien Markt, bestätigte Michael Back von der GWH. „Sie sind in erster Linie für Ältere und Senioren gedacht.“

Die beiden Neubauten nehmen das Gebäude Wickopweg 16-22 in die Mitte, erklärte die Architektin Stephanie Busch den rund 70 Teilnehmern. Der Bestandsbau ist viergeschossig, die beiden neuen Gebäude haben je fünf Geschosse. Die Wohnungen werden auf der von der Straße abgewandten Seite über Laubengänge erschlossen. „Jede Wohnung hat nach vorne eine Loggia oder einen Balkon“, erklärte Stephanie Busch. Für die Erdgeschosswohnungen sind Terrassen vorgesehen.

Insgesamt werden dort 67 Wohnungen gebaut. 44 davon sind Zwei-Zimmer-Wohnungen, zwölf mit drei Zimmern, neun mit vier Zimmern und zwei Fünf-Zimmer-Wohnungen. Ein Kleinkinderspielplatz kommt auch auf die Anlage. Die 66 Stellplätze kommen in Tiefgaragen unter den Häusern, und es soll zwei Stellplätze für Carsharing geben. Baubeginn könnte Ende diesen Jahres sein, stellte Stephanie Busch in Aussicht, bei 16 bis 21 Monaten Bauzeit könnten die Häuser Ende 2018 fertig sein.

Die Häuser haben den Energiestandart eines KfW-55-Hauses, brauchen also nur 55 Prozent der Primärenergie, die ein Neubau nach der aktuellen Energieeinsparverordnung benötigt. Teilnehmer der Runde aus dem Wickopweg blickten skeptisch auf die GWH-Pläne, den Mietern die Wahl zu lassen, ob sie einen Platz in der Tiefgarage mieten oder nicht. „Der Wickopweg wird dann vor dem Bestandsbau zugeparkt“, befürchtete einer. (mawi)

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