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Kostenfalle Kongresszentrum

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Die Stadt soll erneut eine Bürgschaft für das Darmstadtium übernehmen. Um die Schlussrechnung der Baukosten bezahlen zu können, fehlen der Kongresszentrum Darmstadt GmbH vier Millionen Euro. Um diesen Betrag ist das Gebäude teurer geworden als zuletzt 2008 kalkuliert.

Insgesamt hat der Bau 90,5 Millionen Euro gekostet. Diese Schlussrechnung präsentierte WKZ-Geschäftsführer Klaus Krumrey am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Dort stimmte die Mehrheit aus SPD, Grünen und FDP der bis 2020 laufenden Bürgschaft zu. CDU, Alternative Darmstadt und Uffbasse lehnten ab. Das letzte Wort hat am kommenden Donnerstag die Stadtverordnetenversammlung.

Bereits die dritte Bürgschaft

Mit dem bei der Sparkasse Darmstadt aufzunehmenden Kredit will die WKZ die seit 2008 entstandenen zusätzlichen Kosten begleichen. Die sind durch zusätzliche Brandschutzmaßnahmen (600?000 Euro) sowie durch weitere Ausgaben für Restaurant, Café und Lounge sowie den geänderten Zugang zur Tiefgarage und höhere Firmenrechnungen (eine Million) aufgelaufen. Zudem haben Streitfälle mit Baufirmen, Architekten und Ingenieuren 2,4 Millionen Euro gekostet.

Die vier Millionen Euro muss die WKZ erst im Jahr 2020 an die Sparkasse komplett zurückzahlen. Die Zinszahlungen, über die weder der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD), noch Krumrey Angaben machen wollten, sind jedoch jährlich fällig. Beide Kostenpunkte schlagen sich letztlich in den Betriebskosten nieder. Dass sich dadurch der städtische Zuschuss ? derzeit 3,2 Millionen Euro im Jahr ? erhöhen könnte, schloss Krumrey nicht aus.

Es ist bereits die dritte Bürgschaft, die die Stadt für das Darmstadtium übernimmt. Die erste über 27 Millionen Euro gab es 2006. Weil bis 2008 Neuanschaffungen und zusätzliche Baumaßnahmen notwendig wurden, sicherte die Stadt einen Kredit über weitere 7,1 Millionen Euro ab. Damit das Darmstadtium überhaupt gebaut werden konnte, hatte die Stadt Erlöse aus Grundstücksverkäufen und Zuweisungen der HSE in Höhe von 53 Millionen Euro in die GmbH eingebracht. ( rf)

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