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Auch das Gasturbenkraftwerk der Entega führte zu einem Anstieg des Energieverbrauchs.

Darmstadt

Kommunale Unternehmen verbrauchen mehr Energie und Wasser

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Beteiligungsmanagement legt ersten Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft vor.

Die Heag Holding, die für das Beteiligungsmanagement der Stadt Darmstadt zuständig ist, hat erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht für die städtischen Unternehmen veröffentlicht. Grundlage sind die Daten für 2016 und 2017. Dem Bericht ist zu entnehmen, dass der Energieverbrauch durch stationäre Verbrennungsanlagen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als fünf Prozent gestiegen ist. Die Unternehmen der Stadt verbrauchten 400 Gigawattstunden Energie. Durch die Verbrennungen entstanden 2017 Kohlendioxid-Emissionen von 44.612 Tonnen. Das waren rund zehn Prozent mehr als 2016.

Der Anstieg ist nach den Worten der Heag-Vorstände Klaus-Michael Ahrend und Markus Hoschek zum einen mit dem häufigeren Abruf des Gasturbinenkraftwerks des Energieversorgers Entega zu erklären. Zum anderen verzeichnete das Müllheizkraftwerk wegen einer Revision einen höheren Brennstoffeinsatz. Die Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft verbrauchten mit 73,9 Gigawattstunden Strom 2017 auch 0,3 Prozent mehr als 2016.

Der Bericht zeigt auch auf, was die kommunalen Unternehmen zum Klima- und Umweltschutz beitragen und stellt Bezüge zu den Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung her. Beim Treibstoffverbrauch wird herausgestellt, dass sich die Zahl der Firmenfahrzeuge von 1422 (2016) um mehr als zehn Prozent auf 1270 Wagen verringert hat. So nutzen etwa Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) und die beiden Heag-Vorstände gemeinsam einen Dienstwagen. Neben 1229 Kraftfahrzeugen nutzten die Unternehmen 2017 21 Elektrofahrzeuge und 20 Dienstfahrräder.

Der Bericht gibt auch Auskunft über den um drei Prozent gestiegenen Energieverbrauch durch Fernwärmenutzung und über den Wasserverbrauch der städtischen Unternehmen, der um 14 Prozent auf mehr als 330 000 Kubikmeter Wasser angestiegen ist. Und dabei sind die Verbräuche der Entega noch nicht einmal berücksichtigt. Der Anstieg ist auf einen Wasserrohrbruch bei der Heag mobilo und der Versorgung der Flüchtlingswohnheime in der Jefferson-Siedlung sowie an der Otto-Röhm-Straße zurückzuführen.

nachhaltigkeit.heag.de

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