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Amt kommt zu den Flüchtlingen

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Der Fachbereich Zuwanderer und Flüchtlinge hat einen neuen Sitz - direkt neben die künftige Notunterkunft für Flüchtlinge. Doch für die bis zu 1000 Menschen, die dort ab Januar untergebracht werden sollen, ist der Fachbereich der Verwaltung nicht zuständig.

Der Fachbereich Zuwanderer und Flüchtlinge des Landkreises Darmstadt-Dieburg hat seinen neuen Sitz in Pfungstadt. In einem Verwaltungstrakt im Gewerbegebiet ist genügend Platz für die steigende Zahl an Angestellten.

Das Signet des Landkreises Darmstadt-Dieburg klebt am Montag schon an der großen Glasscheibe. Die leerstehende Firmenzentrale des ehemaligen Büromöbelanbieters Topdeq an der Pfungstädter Werner-von-Siemens-Straße ist jetzt eine Außenstelle der Kreisverwaltung. Der Fachbereich Zuwanderer und Flüchtlinge zieht dort ein. Direkt neben die künftige Notunterkunft für Flüchtlinge, die derzeit nebenan in einem Lager der Gewerbeimmobilie eingerichtet wird.

Doch für die bis zu 1000 Menschen, die dort ab Januar untergebracht werden sollen, ist der Fachbereich der Verwaltung nicht zuständig. Dessen Angestellte kümmern sich um alle Flüchtlinge, die aus Erstaufnahmelagern den Städten und Gemeinden im Landkreis zugewiesen worden sind. Derzeit sind das 2951. Die Personalstärke von 29 Mitarbeitern reicht dafür kaum mehr aus. Deshalb wird aufgestockt.

„Anfang Januar kommen fünf Mitarbeiter dazu“, sagt Fachbereichsleiterin Susanne Stockhardt. Weitere fünf Stellen sind noch ausgeschrieben. Die würden in Dieburg, dem vorherigen Standort des Amtes, keinen Platz mehr finden. Die zusätzlichen 14 Angestellten, die benötigt werden, wenn die Zahl der Flüchtlinge wie erwartet im nächsten Jahr auf 4600 steigt, erst recht nicht.

„Hier können nun alle an einem Ort arbeiten“, nennt Susanne Stockhardt als Vorteil. Denn neben den Verwaltungsangestellten finden auch die in Dieburg und Griesheim untergebrachten sechs für die Flüchtlinge zuständigen Sozialarbeiter des Kreises in der Gewerbeimmobilie einen Arbeitsplatz.

Insgesamt 30 Büros in drei Stockwerken hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg angemietet – plus Konferenzraum, Sanitär- und Sozialräume sowie einer Lagerhalle und Servicestelle. (rf)

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