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Ein „Klinikum der kurzen Wege“

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Voll im Zeitplan liegt der zentrale Neubau des Klinikums Darmstadt. Ende August soll für den ersten Bauabschnitt Richtfest gefeiert werden.

Die Fertigstellung ist für den Jahreswechsel 2017/2018 geplant. Bis dahin soll das Klinikum auch einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Peter-Grund-Bau erhalten. Welche konzeptionellen Überlegungen hinter den Bauaktivitäten stehen, wurde bei einer von der CDU-Stadtverordnetenfraktion organisierten Baustellenführung erläutert.

Dabei zeigten sich die Teilnehmer besonders von dem beeindruckt, was man beim oberflächlichen Blick auf die Baustelle nicht sehen kann: Die Tunnel mit den Versorgungsleitungen für Heizung, Wasser, Abwasser, Strom, Druckluft und Lüftung.

Neubau mit Lichthof

„Dieses Leitungssystem war Voraussetzung für den Neubau“, betonte Franz Kraft, Leiter der Bauabteilung des Klinikums, beim Gang entlang unzähliger Kabelstränge und Röhren. Bestehende und neue Versorgungsstränge mussten harmonisiert werden. Darüber entsteht nun der zentrale Neubau: Zunächst ein quadratisches Gebäude mit zentralem Lichthof zwischen dem Verwaltungssitz und der Medizinischen Klinik. Ambulanzen, Frühchenstation und Neurologie sollen dort einziehen. Dann wird der nächste Bauabschnitt realisiert. Dieser soll dem Klinikum zur Grafenstraße hin mit einem fünfgeschossigen Gebäude ein attraktives Entree verschaffen: An einen Vorplatz schließen sich dann Empfangsgebäude und Bereitschaftsdienstzentrale an. Man wolle ein „Klinikum der kurzen Wege“ schaffen. 2020 soll alles fertig sein.

Der Neubau und die Vergrößerung des Klinikums sei notwendig, um alle Angebote an einem Standort zu vereinen, betonte Klinikdezernent André Schellenberg. Durch die Aufgabe des Standorts Eberstadt erübrige sich auch die doppelte Vorhaltung von Serviceabteilungen wie Küche, Wäscherei, Sterilisation. Man verzeichne außerdem steigende Patientenzahlen und müsse daher auch höhere Bettenkapazitäten bereitstellen.

Der Hubschrauberlandeplatz soll ab 2017 sicherstellen, dass Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten ohne Zeitverlust optimal behandelt werden können. Die Klinik rechnet mit etwa 50 Landungen pro Jahr. Nachtflüge werde es nicht geben. (wka)

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