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Auch die Notaufnahme ist Teil des neuen Klinikcampus an der Grafenstraße in der Darmstädter Innenstadt.
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Auch die Notaufnahme ist Teil des neuen Klinikcampus an der Grafenstraße in der Darmstädter Innenstadt.

Darmstadt

Klinikum Darmstadt für 195 Millionen Euro erweitert und erneuert

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Sechs Jahre nach der Grundsteinlegung ist in der Innenstadt von Darmstadt der zentrale Neubau des Klinikums Darmstadt fertiggestellt und eröffnet worden.

Die Bauarbeiten auf dem Gesundheitscampus in der Darmstädter Innenstadt haben einige Jahre gedauert, die Eröffnungsfeier hingegen – coronabedingt ohne Sekt-Umtrunk und Schnittchen – nur einige Minuten: Sechs Jahre nach dem ersten Spatenstich haben am Donnerstagnachmittag Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), Klinikdezernent André Schellenberg (CDU) und die beiden Geschäftsführer Clemens Maurer und Nawid Khaladj gemeinsam den zentralen Neubau des Klinikums Darmstadt in Betrieb genommen.

Am Haupteingang traf sich das Männer-Quartett nur kurz, um ein Band zu durchschneiden, und nach einer knappen halben Stunde gingen alle wieder auseinander. Der hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), übermittelte seine Glückwünsche zur Inbetriebnahme in einer Videobotschaft.

Der Vorplatz des zentralen Neubaus mit dem Haupteingang.

Mit dem Neubau verfügt das städtische Klinikum nun über 1000 Betten, darunter 58 Intensivbetten, 25 Operations- und sieben Kreißsäle. Das Land Hessen hat das umfassende Bauprojekt, das 195 Millionen Euro gekostet hat, mit rund 67 Millionen Euro gefördert.

Oberbürgermeister Partsch äußerte, wie wichtig eine optimale Gesundheitsversorgung sei, werde derzeit „auf schmerzliche Weise“ deutlich. Die Leistungen der Mitarbeitenden gerade in der Corona-Pandemie rund um die Uhr seien „nicht hoch genug einzuschätzen“. Ohne das Klinikum hätte die Patientenversorgung, im Krisenstab und auch beim Aufbau und Betrieb des Impfzentrums im Kongresszentrum Darmstadtium nicht geleistet werden können.

Klinikum Darmstadt

In Südhessen ist das Klinikum Darmstadt der kommunale Maximalversorger und das einzige Krankenhaus mit der umfassendsten Notfallversorgung.

Mit 3350 Mitarbeitenden ist das Klinikum zugleich der größte kommunaler Arbeitgeber in Darmstadt.

Seit Jahren schreibt das Klinikum schwarze Zahlen. 2019 schloss das Krankenhaus mit einem Ergebnis von mehr als fünf Millionen Euro ab. Auch für 2020 rechnet die Geschäftsführung mit einem positiven Ergebnis. jjo

Nach der weiterhin im Bau befindlichen Teilchenbeschleunigungsanlage Fair in Wixhausen sei der Klinikneubau über Jahre hinweg das größte Bauvorhaben in der Stadt gewesen, äußerte Klinikdezernent Schellenberg, der auch dem Aufsichtsrat des Klinikums vorsteht.

Für das Klinikum Darmstadt beginnt mit der Inbetriebnahme des Neubaus eine neue Zeit. Denn erstmals befinden sich alle somatischen Kliniken an einem Standort und das Krankenhaus hat nun auch einen zentralen Eingang. Klinikums-Geschäftsführer Clemens Maurer sagte, die Klinikleitung sei „unheimlich stolz“, dass es gelungen sei, mitten in der Corona-Pandemie während des laufenden Betriebs den zentralen Neubau einerseits pünktlich zu beziehen und andererseits im Kostenbudget zu bleiben. Überdies habe das Klinikum in den vergangenen Monaten als koordinierendes Krankenhaus die Verteilung aller Covid- und Non-Covid-Patientinnen und Patienten im Versorgungsgebiet Südhessen auf alle Krankenhäuser gesteuert.

Allein das Klinikum hat 128 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in den Krankenhausneubau investiert. Insgesamt geben das Klinikum und das Land 240 Millionen Euro für den Krankenhausneubau, die hochmoderne Medizintechnik, die Digitalisierung, den fertigen Hubschrauberlandeplatz und für weitere Infrastrukturprojekte aus. Alle Patientenzimmer haben barrierefreie Bäder und sind fast schon wie Hotelzimmer ausgestattet.

Künftig werden 20 Kliniken und Institute an einem Standort zusammenarbeiten. Der alte Standort im Stadtteil Eberstadt wurde bereits aufgegeben. Dort sollen, wie berichtet, mehr als 400 Wohnungen entstehen.

www.klinikum-darmstadt.de

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