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Kliniken bündeln ihr Know-how

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Die Rüsselsheimer Einrichtung ist das erste hessische Krankenhaus im Clinotel-Verbund.
Die Rüsselsheimer Einrichtung ist das erste hessische Krankenhaus im Clinotel-Verbund. © GPR-Klinikum

Das GPR-Klinikum tritt dem gemeinnützigem Krankenhausverbund Clinotel bei. Von dem Austausch mit anderen Häusern erhofft sich die Geschäftsleitung Tipps für mehr Transparenz und besseres Qualitätsmanagement.

Um Synergieeffekte und Know-how von anderen Kliniken zu nutzen, ist das GPR-Klinikum dem gemeinnützigen Krankenhausverbund Clinotel mit Zentrale in Köln beigetreten. Die derzeit 31 Mitgliedshäuser behalten dabei ihre rechtliche und organisatorische Eigenständigkeit. Wie die Geschäftsleitung erst gestern bekanntgab, erfolgte der Beitritt bereits am 1. Januar.

In Fachgruppen und Projekten würden die Mitgliedshäuser in vielen Bereichen von der gemeinnützigen Clinotel-Geschäftsstelle unterstützt. Da die Häuser nicht in unmittelbarer Konkurrenz zueinander stünden, sei ein intensiver und offener Austausch möglich. Schwerpunkt der Zusammenarbeit sei die Qualitätssicherung. Bei den Abrechnungen helfe die Clinotel-Zentrale zudem bei der korrekten Abbildung der medizinischen Leistungen. In diesem Bereich hatte es jüngst deutschlandweit Forderungen nach mehr Transparenz und Zweifel an der Korrektheit gegeben.

„Wie alle Mitglieder wurde auch das GPR-Klinikum Rüsselsheim vor der Aufnahme in den Verbund umfassend überprüft, denn aufgenommen werden nur gut aufgestellte und innovative Krankenhäuser, von denen auch die anderen Mitglieder profitieren können“, erklärt GPR-Geschäftsführer Friedel Roosen. Das GPR-Klinikum sei das erste Krankenhaus in Hessen im Clinotel-Verbund.

Transfer von Erfahrungen

Laut Roosen verfügen die derzeit 31 Mitgliedhäuser über ein Jahresbudget von 1,6 Milliarden Euro und versorgen mit 29.000 Mitarbeitern 500.000 stationäre Patienten in rund 13.500 Planbetten. Clinotel sei damit einer der größten Krankenhausverbünde Deutschlands. Clinotel-Geschäftsführer Udo Beck betonte gestern auf Nachfrage, dass es sich um einen Kreis wirtschaftlich gesunder Häuser handele, Aufnahme gebe es nur nach minuziöser Prüfung aller relevanten Kennzahlen.

Der Austausch von Kenntnissen und Erfahrungen laufe zum einen über ein zentrales Informations-Netzwerk, zum anderen über insgesamt 24 Fachgruppen, die sich jeweils zweimal im Jahr treffen, um ihre Gebiete zu optimieren – von der Notaufnahme bis zur Pflege, von der Geschäftsführung bis zum Controlling.

Stärke des GPR, von der andere Häuser lernen könnten, sei etwa das gute, auf Prozessanalyse basierende Projektmanagement. Die Kosten für die Clinotel-Mitgliedschaft richteten sich nach der Budgetsumme und bewegten sich beim GPR im fünfstelligen Bereich. (ers./plu.)

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