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Kitas werden saniert

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Die Stadtverordnetenversammlung billigt ein Paket in Höhe von 14 Millionen Euro. Es umfasst unter anderen die Gesamtsanierung der Kitas Ruthsenbach, Regenbogenland, Koch’sches Haus, Kurt-Schumacher-Straße und Martinstraße.

Als gegen 22.30 Uhr endlich Tagesordnungspunkt 19 zum Aufruf kommt, meldet sich Sozialdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) extra zu Wort, um zu danken, dass so spät am Abend diesem wichtigen Thema immerhin noch zwei Dutzend Parlamentarier ihr Ohr schenken.

Tatsächlich nimmt die Stadt erheblich Kapital in die Hand, um mit einem Programm mit der Laufzeit 2015 bis 2019 vor allem städtische Liegenschaften aus den sechziger und siebziger Jahren nicht nur auf den heutigen bautechnischen Stand zu bringen, sondern vor allem auch an die betreuungsspezifischen Anforderungen der Moderne anzupassen.

Das fällt nicht immer leicht. „Oft ist eine Erweiterung des Betreuungsangebotes in einem Neubau wirtschaftlicher zu realisieren“, hält die Magistratsvorlage gleich in den Vorbemerkungen fest. Für die Gesamtkosten von rund 14 Millionen Euro wurden die Finanzmittel des Jugendamtes und des Eigenbetriebs Immobilienmanagement verdreifacht.

Geplant ist für nun 32 der 61 städtischen Liegenschaften, in denen sich Kitas befinden, eine konkret objektbezogene Sanierung. Dies reicht von der Gesamtsanierung (Kitas Ruthsenbach, Regenbogenland, Koch’sches Haus, Kurt-Schumacher-Straße und Martinstraße) über die energetische Sanierung, die Sanierung der Haustechnik, die Dachsanierung, die Sanierung von Außenanlagen sowie Maßnahmen zur Umsetzung aktueller Standards für Schallschutz und Brandschutz. Auch drei einfache Renovierungen stehen auf dem Plan (Kitas St. Elisabeth, Liebfrauenblock, Villa Kunterbunt).

1700 Betreuungsplätze geschaffen

Mit dem Sofortprogramm Kinderbetreuung wurden seit 2011 1700 Betreuungsplätze geschaffen (U 3, Kindergarten, Schulkinder), die Aufwendungen hierfür wurden von 38,5 auf 67,4 Millionen Euro angehoben. Nun kommt das, was Akdeniz als „verschränktes konzeptionelles Vorgehen“ bezeichnet: „Qualität und Quantität entwickeln wir parallel.“

Letztlich beheben die Sanierungsmaßnahmen nicht nur bauliche und technische Mängel, sondern sorgen auch für bessere Arbeitsbedingungen für alle pädagogischen Fachkräfte und „räumlich bestmögliche Voraussetzungen für Bildung und Erziehung“, so die Magistratsvorlage. Die heutigen Anforderungen an Betreuung haben die älteren Gebäude längst überholt. Essensplätze und Kochküchen zu schaffen, hat in der Vergangenheit viele Eingriffe in die Bausubstanz gefordert. Bei den jetzt umfangreicher umzugestaltenden Objekten sollen, so Baudezernentin Cornelia Zuschke (parteilos), „Störungen aus Bautätigkeit weitgehend vermieden werden“.

Und die zeitliche Rangfolge? „Es geht nicht darum, wer am lautesten schreit“, wurde im Parlament formuliert. Der Ablauf der Sanierung wird nach einer Prioritätenliste abgearbeitet. Im ersten Schritt sind Arbeiten in den Einrichtungen Ruthsenbach, Pestalozzihaus, Koch’sches Haus, Kinderinsel, Friedrich-Fröbel-Haus, in den Kitas Jägertorstraße, Meißnerweg, Waldkolonie, Kurt-Schumacher-Straße und in der Havelstraße (Regenbogenland) vorgesehen. An anderen Einrichtungen werde es kleinere Verbesserungen sowie Sofortmaßnahmen für Brandschutz und Raumakustik geben. (phg)

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