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Rund 660 Kinder werden in Darmstadt in freier Trägerschaft betreut / Infotag am 9. November.

Von B wie BDP-Kinderhaus bis Z wie Zwergnasen: 30 Kinderbetreuungseinrichtungen in freier Trägerschaft gibt es in Darmstadt, rund 660 Kinder zwischen sechs Monaten und zwölf Jahren werden so betreut. Fast alle sind im Dachverband „Das Kind“ organisiert. Er richtet jedes Jahr den Tag der Freien Träger mit der Centralstation aus. Und stellt politische Forderungen.

Zentrales Anliegen des Dachverbands der freien Betreuungseinrichtungen ist eine eigene Fachberatungsstelle. Neben dem inzwischen fünfköpfigen Vorstand gibt es mit Martina Engels lediglich eine kaufmännische Geschäftsführerin: ein Minijob für sechs bis sieben Stunden pro Woche, um wenigstens die Telefonzeiten im Mehrgenerationenhaus und den einen oder anderen Schriftwechsel abzudecken. Der Rest geschieht auf ehrenamtlicher Basis.

Schwierig, findet Natalie Neumayer vom Vorstand. Denn bei 30 selbstorganisierten Einrichtungen sei eine sozialpädagogische Fachkraft dringend vonnöten. „Es gibt ungeklärte Fragen, zum Beispiel zum Kifög“, sagt sie. Das zu Jahresbeginn in Kraft getretene hessische Kinderförderungsgesetz regelt die Finanzierung von Kinderbetreuung neu: Fälle statt Plätze. Damit einher gehen neue Gruppengrößen, Betreuungsschlüssel oder auch Zuschüsse für spezielle Angebote.

Wunsch eigene Fachberatungsstelle

Ob diese Zuschüsse von der normalen Förderung durch die Stadt abgezogen werden müssen oder nicht – „das wissen wir noch nicht“, sagt Neumayer, die vor fast zwei Jahren die U-3-Einrichtung Maviki mitgegründet hat. Eine Fachberatung wäre Ansprechpartnerin der Freien Einrichtungen für genau solche Fragen. Und würde die Fachberatungsstelle der Stadt entlasten können, stellt Engels fest.

Ein großer Wunsch der Freien Träger ist es, auch in kleinen Einrichtungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Leitungsaufgaben freistellen zu können.

Zehn Stunden in der Woche sind für administrative Tätigkeiten wie Dienstpläne, Eltern- und Mitarbeitergespräche, Abrechnung oder Urlaubsplanung auch in Ein-Gruppen-Einrichtungen fällig, stellt Neumayer fest. Bei Maviki wird dies in endlosen Überstunden erledigt, wenn die Kinder nachmittags abgeholt worden sind. „Jemand muss die Verantwortung vor Ort tragen“, sagt Neumayer, „das kann kein Elternteil aus dem Vorstand übernehmen“.

Bei der Stadt wollen sich die Selbstverwalteten bald um ein weiteres Gespräch bemühen, sagt Martina Engels, und dabei weitere Fragen klären. (rwb)

Tag der Freien Träger ist am Sonntag, 9. November, von 14 bis 17 Uhr in der Centralstation.

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