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Kinder leiden unter vollen Bussen

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Die Linie zu Rüsselsheimer Schulen ist häufig überfüllt.

Volle Schulbusse machen derzeit Schülern, die aus Mörfelden-Walldorf nach Rüsselsheim zu weiterführenden Schulen fahren, zu schaffen. „Die Situation ist so nicht tragbar,“ sagt Nadja Seymour, Mutter einer Siebtklässlerin aus Mörfelden, die das Neue Gymnasium in Rüsselsheim besucht. Um den Kindern die tägliche Enge zu ersparen, hätten sich bereits Mütter zu Fahrgemeinschaften zusammengeschlossen, um mit dem Privatauto zur Schule zu fahren.

Betroffen von der misslichen Lage sind etwa 65 Schüler aus Mörfelden und Walldorf, die das Neue Gymnasium in Rüsselsheim besuchen. Dazu kommen rund 20 Kinder vom Rüsselsheimer Max-Planck-Gymnasium. Für sie heißt es jeden Morgen, eine beträchtliche Zeit im engen Bus hinter sich zu bringen: Die Fahrtzeit vom Walldorfer bis zum Rüsselsheimer Bahnhof beträgt volle 40 Minuten, denn die Regionallinie ist kein Schulbus und hält unterwegs an vielen Stationen.

85 Schüler betroffen

Für die Heimfahrt nach der sechsten Stunde wird es noch enger: Dann verkehrt derzeit ein kleinerer Zwölf-Meter-Bus, der dann alle Kinder aufnehmen soll. Zumindest für dieses Problem scheint Abhilfe in Sicht. Auf Nachfrage erklärte Jens Untermann von der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft (LNVG) des Kreises Groß-Gerau, dass wohl ab Dezember für die Fahrt nach der sechsten Stunde ein größerer Bus eingesetzt werde.

Generell ist Untermann das Problem der überfüllten Busse bekannt. Er überprüft die Busse persönlich, fährt mit und macht sich ein Bild. Das hat er auf der betroffenen Linie 952 zuletzt nach Schuljahresbeginn im August/September getan. „Die Busse sind voll, aber nicht überfüllt“, so sein Urteil. Es gehe allen Schülern ähnlich. „Wir reagieren natürlich auf steigende Schülerzahlen“, so Untermann. Seit diesem Schuljahr verkehre deshalb am Morgen der Gelenkbus für die Fahrt nach Rüsselsheim. eda

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