Mörfelden-Walldorf

Kinder bewerten ihren Ort

Stadt sammelt Ideen

Wie kann man Mörfelden-Walldorf schöner und kindgerechter gestalten? Dieser Frage gehen Kinder aus dem Kinderforum im Alter zwischen acht und 13 Jahren mit ihren Paten nach. „Kinder haben einen anderen Blick auf die Stadt als Erwachsene. Uns war es wichtig, die Interessen der Kinder in den Vordergrund zu rücken und bei der Stadtgestaltung zu berücksichtigen“, erklärt der Erste Stadtrat und Sozialdezernent Franz-Rudolf Urhahn. Er findet es gut, dass sich die jungen Mörfelden-Walldorfer schon frühzeitig engagieren und Interesse an ihrer Umgebung zeigen.

Acht der neun Paten stammen aus der Stadtverwaltung, eine Patin aus dem Netzwerk Asyl. Sie helfen bei der Umsetzung der Projekte. Bereits im Dezember hatten die Gruppen in Mörfelden ihre Ideen der Öffentlichkeit vorgestellt. Vier Monate hatten sie Zeit, um sich in der Stadt umzuschauen und Ideen zu entwickeln. Gefunden wurde viel, was man verbessern könnte. Hundehaufen in den Sandkästen, quietschende Schaukeln, verschmutzte Spielplätze, Ampeln mit zu kurzer Grünphase oder zu schmale Bürgersteige wurden bemängelt.

„Die Vorstellungen der Kinder sind sehr realistisch. Von daher dürfte es in vielen Fällen kaum Probleme mit der Umsetzung geben“, sagt Urhahn. Und Abteilungsleiter Harald Herdegen, der auf städtischer Seite das Kinderforum mit ins Leben gerufen hat, ergänzt: „Es gab wirklich coole Ideen.“ Auf der Wunschliste stehen unter anderem Abenteuer- und Fitnesspfade, ein Heim für Obdachlose mit Mensa oder ein Baumhauspark. Das große Spielplatzprojekt mit Parkanlage und Baumhäusern wird in Kooperation mit dem Umweltamt und dem Bauamt realisiert. (ers)

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