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Mit Kind ins Büro

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Merck hat eine betriebseigene Kindertagesstätte, in der 102 Ein- bis Zwölfjährige betreut werden.
Merck hat eine betriebseigene Kindertagesstätte, in der 102 Ein- bis Zwölfjährige betreut werden. © Hans-Dieter Erlenbach

Unternehmen in Darmstadt unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mehr als 20 Teilzeitmodelle mit Zeitkontingenten ab zehn Wochenstunden sollen beispielsweise Müttern und Vätern bei dem Pharma- und Chemieunternehmen Merck helfen.

Unternehmen in Darmstadt unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mehr als 20 Teilzeitmodelle mit Zeitkontingenten ab zehn Wochenstunden sollen beispielsweise Müttern und Vätern bei dem Pharma- und Chemieunternehmen Merck helfen.

Ferien, Krankheit, Unterrichtsausfall, Hausaufgabenbetreuung: Das sind für berufstätige Eltern die Tücken des Alltags. Mehr als die Hälfte der Mütter und Väter, die für den Familienreport 2011 der Bundesregierung befragt wurden, sagen: Familie und Beruf lassen sich nicht gut vereinbaren. Wie sieht es bei Darmstädter Unternehmen aus? Wir haben bei Wella und Merck nachgefragt.

„Wir haben die geeignete technische Ausstattung, die familienfreundliche Arbeitsbedingungen ermöglicht“, sagt Wella-Sprecherin Carola Wacker-Meister. Viele Wella-Beschäftigte haben ein Laptop, das das Arbeiten von zu Hause aus ermöglicht.

Das gibt es in zwei Formen: als feste Vereinbarung, die es ermöglicht, an bestimmten Wochentagen von zu Hause aus zu arbeiten, oder als Notfall-Hilfe – zum Beispiel, wenn das Kind plötzlich krank wird.

Verschiedene Teilzeitmodelle

Auch die Teilnahme an Telefon- oder Videokonferenzen ist dank der Technik kein Problem. „Unser IT-System ist so aufgesetzt, dass die Mitarbeiter über ihre Laptops jederzeit und von überall vernetzt arbeiten können.“ Doch nicht alle Mitarbeiter profitieren davon: „Bei der Friseurin im Testsalon geht das natürlich nicht“, sagt Wacker-Meister.

Mehr als 20 Teilzeitmodelle mit Zeitkontingenten ab zehn Wochenstunden sollen bei Merck die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglichen. „Wir setzen auf individuelle Absprachen zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten, was die konkrete Ausgestaltung der Arbeitsorganisation angeht“, heißt es bei dem Pharma- und Chemieunternehmen.

Arbeiten von zu Hause aus

Silke Mündlein, in der Personalabteilung für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie zuständig, gibt ein Beispiel: „Eine unserer Mitarbeiterinnen ist kürzlich Mutter geworden. Sie arbeitet drei Tage die Woche, und weil sie in Fulda lebt und eine lange Anfahrt hat, ist sie zwei Tage dort und einen Tag in Darmstadt. Solche Kombinationen sind möglich.“ In Absprache mit Chefs und unter Berücksichtigung betrieblicher Belange natürlich. Wenn sich keine Lösung findet – etwa, weil nicht jedes Modell an jedem Arbeitsplatz realisiert werden kann – sucht man nach Alternativen. Das kann auch eine andere Tätigkeit im Unternehmen sein.

Das Pharmaunternehmen hat zudem seit 1968 eine eigene Kindertagesstätte, in der 102 Ein- bis Zwölfjährige betreut werden. Gegründet wurde sie – vielleicht kein Zufall – von der Inhaberfamilie. (reh.)

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