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Keller-Klub macht Zwangspause

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Wegen umfassenden Sanierungsarbeiten macht der Keller-Klub eine Zwangspause. Die Schließung dauert voraussichtlich bis Ende 2015.

Im 63. Jahr seines Bestehens muss der Darmstädter Keller-Klub wegen Sanierungsarbeiten eine längere Betriebs- und Veranstaltungspause einlegen. Am Samstag, 27. Juni, ist er wahrscheinlich zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Gastronom Sergio Guixa kann dann aber nurmehr Getränke ausschenken. Kochen darf er in seiner veralteten Küche nicht mehr.

Vor einem halben Jahr löste die Kündigung der Klub-Räume zum 30. Juni durch den Hausherrn im Schloss, die Technische Universität, ein kleines Erdbeben unter Kulturfreunden aus. Aber: Zwei Fachgutachten zum baulichen und technischen Zustand kamen übereinstimmend zu dem Fazit, dass in Sachen Sanitär und Elektro, Brandschutz und Fluchtwegekonzeption eine Sanierung und auch Neuinstallationen dringend nötig sind.

Die Arbeiten dazu beginnen im Juli und ziehen sich mindestens drei Monate hin. Da die „Klärung der vom Keller-Klub zu übernehmenden Bauarbeiten und die Beschaffung der dafür nötigen Finanzmittel mehr Zeit in Anspruch nimmt“, so Klub-Vorstand Christoph Wackerbarth, kalkuliere man mit einem Schließzeitraum bis Ende 2015.

Verein braucht Sponsoren

Ersatzräume für seine Vereinsaktivitäten möchte der Klub während seiner Schließzeit keine suchen. So wird der Gastronom auf seine Einnahmen verzichten müssen und der Klub all sein Inventar zwischenlagern müssen in anzumietenden Räumen. Dies sind jedoch keinesfalls die einzigen Belastungen. Jenen Teil der Baukosten, die der Klub zu tragen hat, können nur über Spenden oder Sponsoren hereinkommen. „Wir können keine sechsstelligen Summen stemmen“, sagt Vereinsvorsitzende Elke Glenewinkel und macht damit die Erwartung deutlich, dass 100 000 Euro Eigenanteil an der Finanzierung der Sanierung durchaus zu erwarten sind.

TU-Kanzler Manfred Efinger habe aber durchblicken lassen, dass die TUD bei der Sponsorenanfrage helfen könne. Außerdem habe die Hochschule die Zusage gegeben, „nach Abschluss der Baumaßnahmen die Räume des Kellers zur weiteren Nutzung zur Verfügung zu stellen und einen neuen Mietvertrag abzuschließen“, wie Wackerbarth mitteilt. Zehn Jahre Laufzeit solle dieser dann haben, ergänzt Glenewinkel, „und die Miete wird wohl 200 Prozent höher ausfallen als bisher.“ Dies ist dann die übliche zweite Seite der Medaille. (phg)

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