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Keiner soll Angst haben

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Verwaltungsspitzen äußern sich zur Zusammenlegung der Bauhöfe.

In Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach gibt es Proteste der Mitarbeiter gegen eine Zusammenlegung der Bau- und Betriebshöfe. Der Raunheimer Bürgermeister Thomas Jühe (SPD) hat im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss Verständnis für Sorgen geäußert, die im Zusammenhang mit der Zusammenlegung stehen.

Trotzdem wies er das Argument der Mitarbeiter zurück, nicht ausreichend informiert worden zu sein. Die Situation der Mitarbeiter verschlechtere sich nicht, dies werde auch Inhalt der Verträge sein. „Hier muss niemand Angst haben, dass sein Arbeitsplatz gefährdet ist oder er eine Verschlechterung erleben wird“, betonte der Rathauschef. Sämtliche Zulagen würden bis zum Eintritt in das Rentenalter oder bis zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis übernommen.

Volker Schalle von den Grünen wollte unterdessen aussagekräftigere Berichte über die Zusammenlegung sehen. Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt habe dies den Stadtverordneten der Opelstadt zugesagt. Außerdem forderte er Informationen über Einsparpotentiale bei der bisherigen interkommunalen Zusammenarbeit ein.

Schalle stellte die kalkulierten Einsparungen wegen der Investitionen für den neuen zentralen Standpunkt infrage. Bei Kelsterbach handele es sich um einen Regiebetrieb, der aus formalen Gründen erst in einen Eigenbetrieb umgewandelt werden müsse. Ausschussvorsitzender Mohammed Ghazi (SPD) jedoch betonte, dass die Einsparpotentiale in dem Bericht ausführlich dargestellt werden.

Über alle Lager hinweg

Bürgermeister Jühe erklärte, dass entgegen anderslautenden Gerüchten kein weiterer Bericht existiere. Er riet dazu, dem Magistrat den Auftrag für die Erarbeitung von Details für die Zusammenlegung und für einen finalen Beschluss zu erteilen. Und er erinnerte daran, dass das Projekt über alle politischen Lager hinweg auf die Beine gestellt worden sei.

Jühe stellte dem Ausschuss außerdem zwei mögliche Standorte für einen zentralen Betriebshof vor. Dabei handelt es sich zu einem um das Gelände der Zentralkläranlage des Abwasserverbandes Rüsselsheim/Raunheim im Rugbyring 152.

Das Grundstück sei verkehrlich hervorragend angeschlossen, außerdem befänden sich dort nur wenige sonstige Anlagen. Nicht zuletzt biete sich diese Lösung an, weil das Areal ohnehin bereits von den Städten Raunheim und Rüsselsheim unterhalten werde. Die 14 000 zur Verfügung stehenden Quadratmeter würden für einen zentralen Standort ausreichen. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Brache an der Ölhafenbrücke westlich des Hafens. Die Stadt befinde sich zurzeit mit Unitank in Gesprächen über die Entwicklung. Auch sei die verkehrliche Anbindung gut. (eda)

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