1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Keine neuen Gewerbeflächen im Norden von Darmstadt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jens Joachim

Kommentare

Protestkreuz auf einem Acker bei Arheilgen.
Protestkreuz auf einem Acker bei Arheilgen. © Jens Joachim

Die Stadt Darmstadt stellt die Voruntersuchungen für die Areale in Wixhausen-Ost und Arheilgen-West ein. Das Straßenbahndepot bleibt am bisherigen Standort am Böllenfalltor.

Die Stadt Darmstadt stellt die vorbereitenden Untersuchungen für eine mögliche Entwicklung von Flächen für Gewerbeansiedlungen östlich des Stadtteils Wixhausen und westlich von Arheilgen ein. Das haben Oberbürgermeister Jochen Partsch und Planungsdezernent Michael Kolmer (beide Grüne) am Dienstag mitgeteilt. Die Entscheidung sei „nach intensiven Diskussionen innerhalb des Magistrats“ getroffen worden.

Die Stadtverordneten hatten im Herbst 2019 die Untersuchungen für die beiden Flächen beschlossen, die derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt werden. Gegen das Vorhaben hatte sich in den beiden nördlichen Darmstädter Stadtteilen starker Protest geregt. Der Naturschutzbund und die Interessengemeinschaft Arheilger Bürger sprachen sich vehement gegen die Zerstörung der landwirtschaftlichen Flächen aus und starteten im Frühjahr vergangenen Jahres eine Petition und eine Postkartenaktion.

Proteste gegen neue Gewerbeflächen im Norden von Darmstadt

Landwirte stellten auf ihren Äckern zudem grün und schwarz angestrichene sowie mit den Hinweiszetteln bespickte Holzkreuze auf, auf denen vor einem „Klimatod und Bauernsterben“ gewarnt wurde.

OB Partsch sagte am Dienstag im Rathaus, die bislang vorliegenden Gutachten zeichneten „ein klares Bild“: „Die ökologischen Kosten wären deutlich höher als der ökonomische Nutzen“ einer Bebauung der Freiflächen. Von Anfang an sei jedoch immer wieder gesagt worden, dass die Untersuchungen „ergebnisoffen“ seien, es aber aus der Perspektive einer verantwortungsbewussten Stadtentwicklungspolitik geboten sei, „auf Basis solider Gutachten abzuwägen, ob die Stadtentwicklung Darmstadts mit Hilfe einer maßvollen und ökologisch ausgewogenen Einbeziehung von Flächen im Außenbereich entlastet werden könnte“.

Darmstadt: Straßenbahndepot bleibt am Böllenfalltor

Laut Partsch und Kolmer soll das Straßenbahn- und Busdepot, das in Wixhausen-Ost entstehen sollte, am derzeitigen Standort am Böllenfalltor bleiben. Gegebenenfalls könne der Standort aufgestockt werden. Gesucht werde jetzt noch nach einem weiteren, aber deutlich kleineren Depotstandort.

Für die in Auftrag gegebenen Gutachten hat die Stadt Partsch zufolge bislang 415 000 Euro ausgegeben. Ursprünglich seien etwa zwei Millionen Euro für die vorbereitenden Untersuchungen eingeplant gewesen.

Kommentar: Thema abgeräumt

Auch interessant

Kommentare