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Keine Gewerbeflächen im Norden von Darmstadt: Thema abgeräumt

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Von: Jens Joachim

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Überzeichnetes Horrorszenario: Die Interessengemeinschaft Arheilger Bürger machte im Norden von Darmstadt mit diesen Protestplakaten gegen die Planung der Gewerbeflächen in Arheilgen-West und Wixhausen-Ost mobil.
Überzeichnetes Horrorszenario: Die Interessengemeinschaft Arheilger Bürger machte im Norden von Darmstadt mit diesen Protestplakaten gegen die Planung der Gewerbeflächen in Arheilgen-West und Wixhausen-Ost mobil. © Jens Joachim

Auch angesichts der Klimakrise und des Ukraine-Kriegs war das Vorhaben, auf ökologisch und landwirtschaftlich wertvollen Flächen Gewerbe anzusiedeln, zunehmend fragwürdig geworden. Ein Kommentar.

Knapp drei Jahre nach einem Stadtparlamentsbeschluss haben der scheidende Oberbürgermeister Jochen Partsch und Stadtrat Michael Kolmer, der OB-Kandidat der Grünen, radikal die Reißleine gezogen: Im Darmstädter Norden entstehen keine neuen Gewerbeflächen.

Die bereits vorliegenden Gutachten kamen zu dem Schluss, dass die Flächen für den Klimaschutz und die Landwirtschaft zu wertvoll sind. Ob die für die Untersuchungen bislang ausgegebenen 415 000 Euro gut angelegt waren – darüber darf trefflich gestritten werden.

Beharrlicher Protest und spekulative Aussicht auf einen „OB-Kandidaten in spe“

Angesichts der Klimakrise und des Kriegs in der Ukraine mit der damit verbundenen Verknappung von Lebensmitteln war das Vorhaben zunehmend fragwürdig geworden.

Der beharrliche, bisweilen überzogene Protest im Darmstädter Norden sowie die spekulative Aussicht auf einen „Oberbürgermeisterkandidaten in spe Hanno Benz“ (Partsch), der Vorsitzender der Arheilger SPD und Sohn des früheren OB Peter Benz ist, dürften ein Übriges getan haben, dass der Entschluss reifte, ein halbes Jahr vor der OB-Wahl das strittige Thema abzuräumen.

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