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Nordostumgehung Darmstadt

Keine Entlastung für die Innenstadt

Der Leiter des Lokalen Dialogforums zur Nordostumgehung, Karl Starzacher, hat den mit Spannung erwarteten Abschlussbericht des Gremiums vorgestellt.

Der Leiter des Lokalen Dialogforums zur Nordostumgehung, Karl Starzacher, hat gestern den mit Spannung erwarteten Abschlussbericht des Gremiums vorgestellt. In dem gut sechzigseitigen Papier sind Aspekte zusammengefasst, bei denen die Mitglieder einen Konsens erreicht haben, aber auch Punkte, über die keine Einigkeit erzielt werden konnte. Der Bericht soll als Empfehlung an die Stadtverordneten dienen, die das Thema Nordostumgehung nach dem knapp gescheiterten Bürgerentscheid erneut behandeln müssen.

Starzacher, früherer Landtagspräsident und ehemaliger hessische Finanzminister , hob die konstruktive Zusammenarbeit im Dialogforum und im unterstützend

tätigen Fachforum hervor. Wie nicht anders zu erwarten gewesen, gebe es keine übereinstimmende Aussage pro oder kontra Nordostumgehung. Dies sei aber auch nicht Aufgabe des Gremiums gewesen.

Schadstoffe eindämmen

Er hoffe, dass die Ergebnisse Ausgangspunkt für eine sachbezogene und konstruktive Auseinandersetzung zur Lösung eines wichtigen Teils der Verkehrsprobleme in der Stadt werden. Unabhängig davon, welche Entscheidung das Parlament trifft, empfiehlt das Dialogforum, zügig Maßnahmen zu ergreifen, die die Bürger von Schadstoffen und Lärm sowie die Innenstadt von Autoverkehr entlasten und die Mobilität verbessern. Vor allem seien Schritte zur Einhaltung der Luftschadstoff-Grenzwerte bei Stickstoffdioxid und Feinstäuben erforderlich.

Im Vordergrund stehen aus Sicht des Gremiums gleichberechtigt die Einführung von Tempo-30-Regelungen zur Lärmminderung, Umweltzonen zur Reduzierung der Schadstoffemissionen, Instandsetzung des Straßen- und Wegenetzes, die Förderung des Radverkehrs und der Fußgänger, der weitere Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie die effizientere Nutzung und Abwicklung des Autoverkehrs.

Weniger Lastwagen

Nach Einschätzung der Mitglieder des Lokalen Dialogforums könnte die Nordostumgehung Lösungsbeiträge zu folgenden Teilen der Darmstädter Verkehrsprobleme leisten: Der Lastwagen-Verkehr in der Innenstadt in Ost-West-Richtung könnte deutlich reduziert werden, wenn ergänzend umfassende Lkw-Durchfahrverbote für die Innenstadt umgesetzt werden.

Die entlastende Wirkung der Nordostumgehung im Autoverkehr würde sich allerdings auf den Bereich Spessartring - Rhönring - Fiedlerweg konzentrieren. In der Innenstadt wäre die Wirkunge gering.

Um Entlastungen beispielsweise für Wohn-, Einkaufs- und Aufenthaltsbereiche sowie besonders sensible Einrichtungen wie Krankenhäuser zu schaffen und dauerhaft zu sichern, wären im Fall der Realisierung der Nordostumgehung flankierende Maßnahmen unabdingbar; sie müssten so bald wie möglich festgelegt und finanziell abgesichert werden.

Auf jeden Fall, so die Empfehlung, müsste durch verkehrslenkende Vorgaben wie Durchfahrverbote der Lkw-Durchgangsverkehr auf die Nordostumgehung geführt werden. Um den Nutzen der neuen Trasse für die Bürger der Stadt voll zur Wirkung kommen zu lassen, sollte der Straßenzug Fiedlerweg-Spessartring-Rhönring durch Rückbau städtebaulich aufgewertet werden.

Bürgerpark in Bauzeit nutzbar

Weiterhin empfiehlt das Dialogforum für den Fall des Baus der Nordostumgehung weitere Maßnahmen, um die Belastung der Bevölkerung möglichst gering zu halten. Die Bauphase sollte zudem so gestaltet werden, dass der Bürgerpark auch während der Bauzeit in großen Teilen weiter nutzbar ist.

Alternativen zur Nordostumgehung, mit denen exakt die gleichen Wirkungen erzielt werden könnten, gibt es nach Auffassung des Dialogforums nicht. Andere Maßnahmen und Maßnahmenbündel würden andersartige Lösungsbeiträge zu den Verkehrsproblemen liefern, heißt es in dem Bericht. (ryp)

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