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Keine Chance für Groupies

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Die Musiker vom Schlossgrabenfest werden in ihren Zimmern im Welcome Hotel gut bewacht.

Wenn heute Abend auf dem Schlossgrabenfest die britischen Popstars Right Said Fred das Festival eröffnen, dann ist im Welcome Hotel die Suite für die beiden Musiker längst hergerichtet. Flachbildschirm, Kaffeemaschine, Obstkorb, Sekt zur Begrüßung - Es fehlt an nichts.

Bereits zum dritten Mal werden die Musiker und Manager der mehr als 90 Bands, die während des Festivals auftreten, im Hotel am Karolinenplatz untergebracht. Von den 208 Zimmern ist die Hälfte für sie reserviert. Die Veranstalter haben dem Hotel vorab eine Liste samt Sonderwünschen durchgegeben, sagt Jochen Thraede, Verkaufsleiter des Hotels. Angst, dass die Musiker vor lauter Übermut die Einrichtung zertrümmern, hat Thraede nicht: "Wir hatten noch nie Probleme." Vorsorglich wird jedoch die Minibar ausgeräumt.

Belagerungen von Groupies, weiblichen Fans, die versuchen, ihren Star im Hotel zu treffen, kennt Thraede hingegen schon. Bei Max Mutzke hätten im vergangenen Jahr einige Damen versucht, über die Tiefgarage auf die Etage des Sänger zu gelangen. "Erfolglos", sagt der Verkaufsleiter. Sie wurden von Sicherheitsleuten abgefangen. Auch in diesem Jahr kontrollieren sie alle vier Etagen.

Hotelgäste, die an diesem Mai-Wochenende ein Zimmer buchen wollten, sind über das Musikfest informiert worden. "Da wird keiner vom Festival überrascht", versichert Thraede. Es gibt sogar ein spezielles Angebot: "Rock´n´ Sleep" umfasst eine Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück und Begrüßungs-Äppler für 44 Euro. Das Arrangement kommt an. "Heute sind wir schon ausgebucht", sagt Thraede.

Das Hotel beherbergt die nächsten Tage auch das Produktionsbüro der Veranstalter, die Anlaufstelle für Musiker, Mitarbeiter und Presseleute. "Die Zusammenarbeit klappt prima", lobt Thraede. Trotzdem sei das Festival eine besondere Herausforderung. Beispielsweise gibt die Hotelküche jeden Tag bis zu 600 Essen für die Festival-Crew heraus.

Die 70 Hotelmitarbeiter sind mit Feuereifer bei der Sache. Die meisten haben sich freiwillig für den Dienst gemeldet, denn der Umgang mit den Künstlern macht Spaß. "Die Musiker sind in der Regel alle locker und entspannt", sagt Thraede.

Alles andere würde zumindest bei den Jungs von Right Said Fred auch verwundern - sie werden mit einer Limousine am Frankfurter Flughafen abgeholt und komfortabel nach Darmstadt chauffiert. (hin)

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