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Keine Busse mehr nach 22 Uhr

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Die Stadt Pfungstadt will beim Busverkehr jährlich 75.000 Euro einsparen. Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Juni soll der Linienverkehr ausgedünnt werden. Nach 22 Uhr sollen überhaupt keine Busse mehr fahren. Die Ebertschule bleibt nun allerdings doch angebunden.

Die Stadt Pfungstadt will beim Busverkehr jährlich 75 000 Euro einsparen. Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Juni soll deshalb der Linienverkehr ausgedünnt werden. Vor allem Fahrgäste in den nördlichen und südlichen Wohngebieten sind davon betroffen. Dorthin fahren künftig weniger Busse. Die PE-Linie von Eberstadt in die Stadtteile Hahn und Eschollbrücken führt dann gar nicht mehr durch den Süden der Stadt. Die Busse der Linie P sind statt zeitweise im Viertelstundentakt nur noch alle halbe Stunde unterwegs. Strittig war zuletzt die Frage, ob die P-Busse weiterhin in den Norden der Kernstadt fahren könnten. Das erste Linienkonzept sah dies nicht mehr vor.

Ebertschule bleibt angebunden

Mit den nördlichen Wohnquartieren wäre damit auch die Friedrich-Ebert-Schule abgekoppelt gewesen. Daraufhin hagelte es Kritik. Das Parlament lehnte das Konzept ab. In dem nun beschlossenen Fahrplan soll der Norden der Stadt wieder mit dem P-Bus angebunden werden, mit zwei verschiedenen Routen. Somit können auch Schüler der Ebertschule die Busverbindung nutzen, allerdings nur noch im Stundentakt.

Die Fahrten über die Ringstraße mindern aber die Einsparmöglichkeiten. „Dadurch sinken die Kosten nur um 63 000 Euro“, sagt Bürgermeister Patrick Koch (SPD). Um das Sparziel von 75 000 Euro dennoch zu erreichen, wurden sämtliche innerstädtischen Fahrten nach 22 Uhr gestrichen. Spätabends enden die Busse von Eberstadt am Pfungstädter Bahnhof. „Danach steht das Anrufsammeltaxi zur Verfügung“, erklärte Ludwig Gantzert (SPD). Oder die Fahrgäste müssen vom Bahnhof zu Fuß nach Hause laufen.

Nachdem Pfungstadts Stadtparlament das neue Linienkonzept bei nur einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen gebilligt hat, muss nun noch die Dadina-Verbandsversammlung am Dienstag, 10. Februar, zustimmen. (rf)

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