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Kein Lärm, keine Sicht

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Wand entlang der Bahn wächstDie Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke zwischen Weiterstadt und Braunshardt nimmt Gestalt an.

Die Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke zwischen Weiterstadt und Braunshardt nimmt Gestalt an. Noch vor wenigen Tagen hatten Anwohner der Kreuzstraße freie Sicht auf Felder und Pferdekoppeln. Wenn sie jetzt aus dem Fenster schauen, blicken sie auf eine drei Meter hohe Wand aus grauem Aluminium. "Das ist schon komisch, obwohl ich ja genau gewusst habe, was auf uns zukommt", sagt Anwohner Robert Helm (65).

Die Bahn baut für rund 2,7 Millionen Euro eine Lärmschutzwand, die den Krach der Züge um etwa die Hälfte mindern soll. Von dem Bahnübergang an der Arheilger Straße bis zum Pilgergraben in Braunshardt wird sich die später begrünte Wand erstrecken. Laut Frank Wesp von der Weiterstädter Bauverwaltung soll der Bau bis Juni fertig sein. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse hatten die Arbeiten einige Wochen geruht. Schon vor Monaten waren die Hecken entlang der insgesamt 1,7 Kilometer langen Strecke entfernt und Metallpfosten gesetzt worden. Jetzt werden nach und nach Aluminiumplatten zwischen die Pfeiler gesteckt.

Robert Helm weiß, dass sich viele Anwohner schon lange Schallschutz entlang der Bahnlinie gewünscht haben. "Vor Jahrzehnten haben meine Eltern schon Unterschriften deswegen gesammelt. Viele Bürger auch in den umliegenden Straßen leiden unter dem Krach, für sie ist es natürlich eine Erleichterung." Der Lärmpegel an den Schienen beträgt derzeit 76 Dezibel. Erlaubt sind tagsüber 70, in der Nacht 60 Dezibel, erläutert Frank Wesp. ( eis)

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