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Kein Betriebsrat bei New Yorker

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat ihre Bemühungen vorerst eingestellt, in der Darmstädter Filiale des Bekleidungsunternehmens New Yorker im Luisencenter eine Arbeitnehmervertretung für die rund 30 Beschäftigen zu etablieren.

Die Darmstädter Filiale des Bekleidungsunternehmens New Yorker im Luisencenter bekommt vorerst keinen Betriebsrat. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat ihre Bemühungen vorerst eingestellt, dort eine Arbeitnehmervertretung für die rund 30 Beschäftigen zu etablieren. Als Grund nennt Verdi-Gewerkschaftssekretär Horst Gobrecht die Stimmung im Geschäft. Mitarbeiter seien unter Druck gesetzt worden und fürchteten bei einer Betriebsratswahl um ihren Arbeitsplatz. Das Unternehmen widersprach der Darstellung der Gewerkschaft.

Ärger mit der neuen Filialleitung war nach Angaben von Gobrecht Anlass für den Wunsch nach einem Betriebsrat. Weil es den Beschäftigten, "zu heikel" erschienen sei, habe die Gewerkschaft die Geschäftsführung über die Betriebsratspläne informiert. Daraufhin sei ein Mitglied der Geschäftsleitung nach Darmstadt gekommen und habe die Mitarbeiter über die Versetzung der Filialleiterin informiert. Danach, so die Schilderung Gobrechts, habe der Bereichsleiter in Einzelgesprächen "Druck auf jeden Einzelnen" ausgeübt. Auch sei die Einladung zur Wahlversammlung nicht ausgehängt worden. Daraufhin hat Verdi die Bestrebungen zu einer Betriebsratswahl eingestellt.

Helene Steiner von der Geschäftsführung weist die Darstellung des Gewerkschaftssekretärs zurück. Sie räumt zwar Probleme mit der vorherigen Filialleitung ein. Doch nach ihrem Besuch sei die Angelegenheit erledigt gewesen. Von einem Betriebsrat habe niemand mehr gesprochen. Dass der Bereichsleiter, der keine Stellungnahme abgeben wollte, Mitarbeiter unter Druck gesetzt habe, glaube sie nicht. (rf)

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