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Kaum noch im Wasser

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Katharina Andrasch von Domby engagiert sich im DLRG-Landesvorstand für die Jugend. Grundsätzlich sei es heute schwieriger, Kindern das Schwimmen beizubringen, weil ihnen oft die Fähigkeiten zu koordinierten Bewegungen fehlten. Auch gebe es immer weniger Bäder.

Ich komme kaum noch ins Wasser“, sagt Katharina Andrasch von Domby und lacht. Die 22 Jahre alte Frau ist seit Beginn des Jahres stellvertretende Vorsitzende des Landesvorstandes Hessen der Jugend in der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, ist sie in dieser Funktion doch für rund 35 000 Jugendliche verantwortlich, die in Hessen Mitglied der DLRG sind.

Vor allem geht es darum, die jungen Leute bei der Stange zu halten, sagt die Ober-Ramstädterin. Es heiße, gegen andere Interessen und Schulstress sowie gegen schließende Hallenbäder anzukämpfen. Deshalb entwickle die DLRG-Jugend Programme, um junge Menschen zu begeistern: Zeltlager zum Beispiel, aber auch Tagungen, bei denen es um aktuelle Themen wie Trendsportarten geht.

Und es gebe weitere Negativentwicklungen: Wenn Hallenbäder schließen, streichen viele Schulen den Schwimmunterricht aus ihrem Lehrplan.

Grundsätzlich sei es heute schwieriger, Kindern das Schwimmen beizubringen, weil ihnen oft die Fähigkeiten zu koordinierten Bewegungen fehlten, sagt Andrasch von Domby. Dennoch versuche die DLRG, so vielen junge Menschen wie möglich das Schwimmen beizubringen. Neuerdings geht der Nachwuchs der Rettungsschwimmer aktiv auf Flüchtlinge zu. Sie sollen verstärkt angesprochen und für den Schwimmunterricht gewonnen werden.

Das werde einer der Arbeitsschwerpunkte im kommenden Jahr, erklärt Katharina Andrasch von Domby. Details werden während der Weihnachtsklausur des Landesvorstands an diesem Wochenende in Darmstadt besprochen.

Bereits mit zwölf Jahren kam sie in den örtlichen Jugendvorstand, mit 15 war sie Jugendleiterin in Ober-Ramstadt. Ein Amt, das sie bis zu Beginn dieses Jahres innehatte.

„Nur wenn man sich engagiert, kann man etwas verändern“, sagt Katharina Andrasch von Domby. Das Gefühl, Verantwortung zu übernehmen und etwas zu bewegen, sei toll. Trotz des Studiums und der anstehenden Bachelorprüfung will Katharina Andrasch von Domby auch im kommenden Jahr nicht kürzertreten. Auch wenn sie kaum noch zum Schwimmen ins Wasser kommt. (hde)

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