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Zum Kaffee in den Container

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Fast so gemütlich wie im Vorgänger geht es im neuen Café  603qm zu.
Fast so gemütlich wie im Vorgänger geht es im neuen Café 603qm zu. © andré hirtz

An der Magdalenenstraße residiert nun eine abgespeckte Version des einstigen 603qm-Cafés. Der Kulturbetrieb wird 2014 wieder aufgenommen.

Am Montag hat das 603qm seinen neuen Cafébetrieb auf 60,3 qm in der Magdalenenstraße 2 eröffnet. Im Innenhof der Fachschaft Psychologie ist in wenigen Wochen aus acht Containern eine abgespeckte Version des 603 qm-Cafés entstanden, das Ende Juli schließen musste. Der dortige Kulturbetrieb wurde bereits Ende 2011 eingestellt.

Noch in diesem Jahr soll die Stoeferlehalle in der Alexanderstraße abgerissen werden, die zehn Jahre lang als Veranstaltungsort das kulturelle Leben der Stadt bereichert hat. An gleicher Stelle soll ein Neubau der TU Darmstadt entstehen, in dem der Kulturbetrieb von 603qm wieder aufgenommen wird. In dem Gebäude sind zwei Veranstaltungsräume im Keller und ein Café im Erdgeschoss vorgesehen. In den Obergeschossen zieht die TU-Verwaltung ein.

Programm startet erst 2014

Das bisherige Café im 603qm war ein beliebter Anlaufpunkt nicht nur für Studenten und TU-Mitarbeiter. Sie haben nun einen neuen Treffpunkt, der zwar nicht den Charme der alten Industriehalle hat. „Aber einen super Kaffee“, sagt Jan Priess, „gibt es hier auch.“ Mit Jens Engemann sitzt der Asta-Mitarbeiter an einem der Tische und erklärt, warum das kleine Café in dreierlei Hinsicht wichtig ist. Erstens sei damit das 603qm nicht ganz vergessen, zweitens könne man sich auch hier von 11 bis 16 Uhr weiterhin auf einen Kaffee treffen, drittens können diejenigen zusammenkommen, die den Kulturbetrieb für das neue 603qm mit entwickeln wollen.

Die beiden jungen Männer sind froh, dass der neue Treffpunkt in unmittelbarer Nähe der Stoeferlehalle mitten auf dem Campus liegt. Die Zusammenarbeit mit der TU sei prima, loben sie. Mit der TU-Bauabteilung wurde auch das Provisorium geplant: Acht ehemalige Schiffscontainer, jeweils 2,50 auf etwa sechs Meter groß, wurden dafür zusammengebaut, sagt Edgar Dingeldein von der TU-Bauabteilung. „Wenn man unter Zeitdruck steht, sind solche Container eine gute Lösung.“

40 Sitzplätze gibt es im 60,3 qm. Bei zukünftigen Veranstaltungen wie etwa Lesungen, politischen oder wissenschaftlichen Veranstaltungen passen aber auch mehr Leute hinein. „Bis es mit dem Programm aber losgeht, wird es 2014“, sagt Jens Engemann. Zunächst stünde auch noch eine Menge Arbeit in der alten Halle an, die komplett geräumt und deren Inventar zwischengelagert werden müsse.

Auch Flohmärkte geplant

Das neue Café, zwei Gehminuten von der Stoeferlehalle entfernt, hat eine Glasfassade und eine Terrasse, die ab dem kommenden Frühjahr ebenso genutzt werden soll wie ein kleines Rasenstück direkt an der Magdalenenstraße. Dort wird neben Tischen und Bänken noch ein Grill aufgebaut. Auch wird das Freigelände ab 2014 wieder für Flohmärkte genutzt, die auch im 603qm gut besucht waren.

All das steht im neuen Jahr an. „Dann geht auch die Planung für den Kulturbetrieb richtig los“, kündigen Priess und Engemann an. Der neue Klub soll organisatorisch und inhaltlich ähnlich offen wie 603qm gehalten sein und Studenten wie auch Nicht-Studenten die Möglichkeit geben, „sich schon während der Planungsphase einzubringen“.

Die Eröffnung des neuen Klubs ist für Mitte 2015 geplant – je nachdem, wann der Neubau in der Alexanderstraße fertig ist. an

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