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Wärme aus der Nähe

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Die ersten Bessunger Haushalte sind an das Netz angeschlossen. Die Nassauische Heimstätte modernisiert gerade ihre Bestandswohngebäude aus den 1950-ern.

Mit einer energetischen Quartiersentwicklung modernisiert die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte (NH) ihre Wohnungen in Bessungen, teilt sie mit. Die Bestandsgebäude werden nicht nur aufgestockt, sondern auch mittels einer neuen Heizzentrale an ein Nahwärmenetz angeschlossen.

Vor wenigen Tagen wurden die ersten 30 Wohnungen in der Goethe- und der Eichbergstraße ans Netz angeschlossen. „Wir erhöhen damit nicht nur die Qualität und den Wohnkomfort im Quartier, sondern sorgen dafür, dass unsere Mieter auch in energetischer Hinsicht optimal versorgt werden“, sagt der zuständige Servicecenterleiter Thomas Türkis.

Die sechs Gebäude mit insgesamt 108 Wohnungen aus dem Jahr 1955 entsprächen nicht mehr den heutigen Energie- und Baustandards, betont die NH. Im Rahmen der Modernisierung bekommt die Fassade eine Wärmedämmung. Die vorhandenen Balkone werden durch größere ersetzt und neue Balkone werden angebaut.

Ein wesentliches Element ist der Ausbau der veralteten Elektro-Nachtspeicheröfen und deren Ersatz durch eine effiziente und zeitgemäße Heiztechnik.

„Durch die Größe des Quartiers und den räumlichen Zusammenhang erwies es sich als energetisch und wirtschaftlich sinnvollste Variante, die modernisierten Gebäude zukünftig über eine Quartierszentrale mittels Nahwärmenetz zu versorgen“, sagt Urban Keller, Fachbereichsleiter der MET. Die Unternehmenstochter hat das Versorgungskonzept für das Quartier entwickelt und betreibt die Heizzentrale. Als Heiztechnik kommt eine Kombination aus Spitzenlastkesseln und Blockheizkraftwerk zum Einsatz. Die Anlage ist so ausgelegt, dass auch die in den kommenden Jahren zu modernisierenden Gebäude im Quartier an die Heizzentrale angeschlossen werden sollen.

Parallel zu den Modernisierungen werden die Bestandsgebäude aufgestockt - voraussichtlich werden so 24 neue Wohnungen entstehen. Insgesamt investiert die Unternehmensgruppe im Quartier rund 15,5 Millionen Euro

In sieben Wohnungen, die bis Frühjahr 2019 entstehen, werden zudem Smart-Home-Lösungen eingebaut und getestet. cir

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