Darmstadt

Dampf fürs Denkmal

Der Steinmetz- und Steinbildhauermeister Hermann Freymadl aus Gernsheim wird die Gedenkstätte für Johann Heinrich Merck reinigen. Danach werde der Stein imprägniert.

Merck ist nicht nur Chemie und Pharmazie, Merck war im 18. Jahrhundert auch ein Name, wenn es um Wissenschaft, Kunst, Literatur und Goethe ging. Der 1741 in Darmstadt geborene Johann Heinrich Merck war Schriftsteller, Kunst- und Literatur-Sachverständiger sowie Naturforscher.

„Wir sind doch nur insofern etwas, als wir was für andere sind“, steht auf dem 1958 von der Stadt Darmstadt aufgestellten Denkmal zur Erinnerung an Johann Heinrich Merck. Der Obelisk östlich des Teichs ist eine – inzwischen mit Farbe verschmutzte – rote Sandsteinsäule des Bildhauers Hans Mettel, die nun auf Kosten des Unternehmens Merck gereinigt wird.

Steinmetz- und Steinbildhauermeister Hermann Freymadl aus Gernsheim wird den Sandstein reinigen. Zunächst trage er eine spezielle Abbeizpaste auf, erklärte Freymadl im Herrngarten. „Mit einen Heißdampfgerät bei Temperaturen um 110 Grad Celsius werden dann die Farben entfernt.“ Positiver Nebeneffekt des heißen Dampfs: Auch Mikroorganismen, Moose und Flechten gehen dabei weg.

Unternehmen reinigt Obelisk

„Das tut auch dem Stein gut, dann sind die Poren wieder offen.“ Danach werde der Stein imprägniert, so Freymadl, um spätere Verschmutzungen besser entfernen zu können. Für die Arbeiten brauchten zwei Arbeiter zwei Arbeitstage, erklärt der Steinmetzmeister.

„Die Stele ist seit geraumer Zeit verschmutzt“, bedauerte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) beim symbolischen Reinigungsbeginn. Er erinnerte daran, dass die Stadt ihre Johann-Heinrich-Merck-Ehrung an Persönlichkeiten verleihe, die in ihrem Beruf wissenschaftliche, künstlerische oder wirtschaftliche Leistungen zur Förderung des Wohls der Stadt und der Mehrung ihres Ansehens erbracht haben. (mawi)

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