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Jetzt muss verhandelt werden

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Welche politischen Konstellationen es in den nächsten Jahren gibt, ist offen.

Von wechselnden Mehrheiten bis zur Großen Koalition aus SPD und CDU ist nach der Kommunalwahl vieles möglich im Groß-Gerauer Kreistag. In den kommenden Tagen sortieren sich die Parteien neu.

Einig sind sich die etablierten Parteien im Kreis Groß-Gerau darin, was nach der Kommunalwahl vom Sonntag gar nicht geht: ein Bündnis mit der Alternative für Deutschland (AfD), die im künftigen Kreistag zehn Sitze erhält. Sie ist mit ihrem Wahlergebnis von 13,8 Prozent drittstärkste Kraft, hinter SPD mit 33,6 Prozent (24 Sitze) und CDU mit 24,5 Prozent (17 Sitze) der Stimmen (Stand: 217 von 220 Wahlbezirken). Es folgen die Grünen, bisheriger Koalitionspartner der Sozialdemokraten, mit 10,3 Prozent und sieben Sitzen. Ebenfalls im Kreistag vertreten sein werden die Linken (vier Sitze), FDP und Freie Wähler-Bürgerliste mit je drei Sitzen, Freie Wähler-Kreisvereinigung (FW, zwei Sitze) und die Piraten (ein Sitz).

Angesichts der vielen Parteien im Kreisparlament sind zahlreiche Konstellationen theoretisch denkbar – von wechselnden Mehrheiten über ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken inklusive dem Vertreter der Piraten (was rechnerisch eine Mehrheit von einem Sitz im 71 Sitze fassenden Kreistag ergäbe) über ein rot-grünes Bündnis unter Einbeziehung von FDP und FW, die sich in der vergangenen Wahlperiode zu einer vierköpfigen Fraktion zusammengetan hatten, bis zur Großen Koalition aus SPD und CDU. Doch noch ist vieles Spekulation.

Doro Hofmann, Spitzenkandidatin der Grünen, sagte, dass sich zunächst der Kreisvorstand treffe, nächste Woche die Kreismitglieder, die den Auftrag zu Gesprächen mit bestimmten Parteien geben müssten. „Die demokratischen Parteien müssen jetzt enger zusammenrücken“, meinte Hofmann, die ansonsten noch nicht vorgreifen will.

Auch die SPD muss sich noch beraten, sagte die bisherige Fraktionsvorsitzende Rita Schmiele. Am Donnerstag tage der Unterbezirksvorstand. Die Kommunalpolitikerin hält allerdings wechselnde Mehrheiten nicht für gut. „Irgendeine Kooperation muss es geben.“ Zudem hält sie es für wichtig, die AfD, die keinerlei kommunalpolitisches Programm habe „zu stellen“. (amt)

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