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Die Jazzer heizen ein

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Schüler und Lehrer der Akademie für Tonkunst musizieren in der Orangerie.

Musik beherrschte am Samstag die Darmstädter Orangerie: Schüler und Lehrer der Akademie für Tonkunst spielten sowohl im großen Vortragssaal der Orangerie als auch in der Gartenanlage. Das Konzept, an unterschiedlichen Spielorten gleichzeitig zu musizieren, erwies sich als Erfolg. Dem Nachwuchs bot die Vielzahl der Auftrittsmöglichkeiten Gelegenheit, Podiumserfahrungen zu sammeln, dem Publikum bescherte es musikalische Überraschungen.

Für den nötigen Schuss Swing sorgte zur Eröffnung die "Jazz Combo" der Klasse Jürgen Wuchner. Während den Zuhörern von den Jazzern drinnen mächtig eingeheizt wurde, lauschten Sonnenhungrige draußen den Klängen des Horn-Ensembles. Am oberen Brunnen spielten die jungen Bläser unter der Leitung von Martin Walz ein bunt gemischtes Programm, das von Purcell über Rameau bis zu modernem Ragtime reichte. Im Schatten eines Olivenbaumes zeigte im Anschluss das Holzbläser-Ensemble sein Können.

Ein begeistertes Publikums-echo fand der Auftritt des Streicherspielkreises von Babette Andruk, das im Piratenkostüm temperamentvolle Stücke mit Schlagzeugbegleitung servierte. So entspannt wie die Besucher an den hohen Fenstern der Orangerie vorbeiflanierten, es sich auf Decken oder im kühlen Zuschauerraum bequem machten, so gelassen wirkten auch die jungen Musiker auf der Bühne. Von Lampenfieber war wenig zu spüren. Das Zusammenspiel in größeren Ensembles gab auch jenen Instrumentalisten, die zum ersten Mal öffentlich auftraten, die nötige Sicherheit.

Großen Applaus ernteten der junge Cellist Valentin Stockinger für die gefühlvoll vorgetragene Elegie von Fauré sowie das Duo Timo Weber (Saxofon) und Markus Tal (Klavier), das mit französischen Tänzen von Bach schwungvoll aufspielte. (eda)

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