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Gedenkstätte Liberale Synagoge: Die Inschrift im Bodenbelag eines Steges.

Darmstadt

30 Jahre Neue Synagoge

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Feier im Jüdischen Gemeindezentrum am Sonntag. Gedenkfeiern erinnern zudem an die Pogromnacht vor 80 Jahren, als auch die Liberale Synagoge zerstört wurde.

Vor uns liegen ereignisreiche Tage“, sagte am Dienstag Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) bei der Vorstellung des Veranstaltungsprogramms zur Erinnerung an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren und die Einweihung der Neuen Synagoge vor 30 Jahren. Der „Geschenk der Neuen Synagoge ist unverdient zu uns gekommen“, sagte Partsch. An den Gedenkfeierlichkeiten werden auch sechs ehemalige jüdische Bürgerinnen und Bürger, die aus Darmstadt vertrieben wurden oder emigriert sind, und weitere 13 Familienangehörige aus Israel, den USA, Dänemark und Österreich teilnehmen,

Die Feierlichkeiten starten am Freitag um 9 Uhr mit Zeitzeugengesprächen vor Schülern im Jüdischen Gemeindezentrum an der Wilhelm-Glässing-Straße. Um 11 Uhr beginnt dort die Gedenkfeier „80 Jahre Pogromnacht“ mit musikalischer Begleitung durch die Cellistin Susan Salm und der Pianistin Lynn Stodola. Susan Salm ist die Tochter von Erna Salm, die während der NS-Zeit in die USA flüchtete. Um 12.30 Uhr wird die Ausstellung „Gedankenstriche“ von Friedrich Danielis eröffnet.

Am Samstag beginnt um 19 Uhr ein Konzert, das auch Teil des Programms der Jüdischen Kulturwochen ist. Die Feierstunde „30 Jahre Neue Synagoge“ beginnt am Sonntag um 11 Uhr. Bei einer Gedenkfeier am 16. November werden von 9 Uhr an im Alten Maschinenhaus der TU Darmstadt, Magdalenenstraße 12, die Ergebnisse des Projekts „80 Jahre Reichspogromnacht – Darmstädter Schüler und Schülerinnen und Studierende erinnern und gedenken“ vorgestellt. 

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