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Investor für Innenstadt gesucht

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Die Innenstadt zwischen Ebert- und Bebelstraße soll attraktiver werden - und zwa schnell. Bürgermeister Norbert Lebers Vorschlag: Ein Investor soll das Projekt umsetzen. Vier Vorschläge gibt es schon.

Die Griesheimer Innenstadt zwischen Friedrich-Ebert-Straße und August-Bebel-Straße soll ein neues Gesicht bekommen. Und zwar möglichst schnell. Auf welchem Wege das von allen Fraktionen befürwortete Ziel erreicht werden kann, darüber machen sich Verwaltung und Parlament seit längerem Gedanken. Unter anderem hat die Stadt drei Grundstücke zwischen Tengelmann-Markt und Sparkasse gekauft, um weitere Geschäfte, Praxen und Büros in der Innenstadt ansiedeln zu können.

Die Grünen ließen in einem Antrag prüfen, wie ein Architekten- und Investorenwettbewerb für die Neubebauung auf der südlichen Seite der Hauptstraße aussehen könnte. Die Ergebnisse wurden jetzt im Stadtplanungsausschuss vorgestellt. Das Verfahren dauere rund ein halbes Jahr, die Kosten inklusive Preisgeld würden sich in Richtung 100 000 Euro bewegen, erläutere Bauamts-Leiterin Ulrike Heckmann.

Für Bürgermeister Norbert Leber (SPD) stellen diese Umstände "Zusatzkosten und Zeitverzögerung" dar. Leber schlug den Ausschussmitgliedern daher einen anderen Weg vor.

Interessenten legen Pläne vor

Die Verwaltung führe schon längere Zeit Gespräche mit potenziellen Investoren, sagte er. Zwölf Interessenten habe es bislang gegeben. "Vier davon haben konkrete Pläne vorgelegt", meinte der Bürgermeister. Diese Entwürfe werden nunmehr den Fraktionen über die Sommerpause zur Prüfung vorgelegt.

Im Sinne einer schnellen Lösung solle dann im Frühherbst eine Entscheidung für einen Investor getroffen werden. Angestrebt werde dabei, dass der Stadtplanungsausschuss eng mit dem Planer kooperiere, um die richtigen Lösungen für die städtebaulichen Besonderheiten zu entwickeln.

"Wir brauchen jemanden, der das finanzielle und kreative Potenzial hat. Zudem muss er wissen, wie man so ein Projekt ins Laufen bringt", sagte Leber. Das Vorhaben müsse dann "Hand in Hand" vorangetrieben werden. "Ohne zu wissen, wer einzieht, ist ein Konzept nur schwer zu erstellen."

Leber erinnerte daran, dass viele Einzelinteressen zu berücksichtigen seien. So auch die Bedürfnisse des Lebensmittelmarktes, der ein "wichtiger Frequenzbringer" in der Innenstadt sei. Nach aktuellem Stand werde Edeka die Nachfolge von Tengelmann übernehmen. Die Vorstellungen der neuen Geschäftsleitung sollten bei den künftigen Planungen zügig berücksichtigt werden, damit der Standort gesichert werden könne.

Für die Verlängerung der Ladenzeile an dieser Stelle habe die Stadtverwaltung schon Anfragen für 600 Quadratmeter Bürofläche erhalten, so Leber. Im rückwärtigen Bereich ist an Wohnbebauung gedacht. Durch eine Veränderungssperre sollen kurzfristig Fehlentwicklungen verhindert werden. Die Stadt strebt zudem ein besonderes Vorkaufsrecht in dem Quartier an. (pk)

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