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Intef in Darmstadt: Wie Spiele gestaltet werden

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Von: Jens Joachim

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Die im Institut für Neue Technische Form ausgestellten Hocker sind – wie auch alle anderen Exponate der Schau – Unikate.
Die im Institut für Neue Technische Form ausgestellten Hocker sind – wie auch alle anderen Exponate der Schau – Unikate. © Monika Müller

Eine Ausstellung im Institut für Neue Technische Form gibt noch bis Sonntag Einblicke in das Spiel- und Lerndesign der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle.

In allen Phasen des Lebens und auch in vielen Bereichen der Gesellschaft wird gespielt und auf spielerische Weise Neues ge- und erlernt. Erst am vorvergangenen Wochenende sind Scharen von Besucherinnen und Besucher ins Darmstädter Wissenschafts- und Kongresszentrum geströmt, um unter dem Motto „Darmstadt spielt“ alte und neue Spiele kennenzulernen und auch selbst ausgiebig zu spielen.

Das Institut für Neue Technische Form (Intef) gibt noch bis zum kommenden Sonntag, 4. Dezember, Einblicke, wie Spiele gestaltet werden. Gezeigt werden in den Räumen am Friedensplatz Arbeiten, die in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in der Studienrichtung Spiel- und Lerndesign unter der Leitung von Professorin Karin Schmidt-Ruland entwickelt wurden. Gezeigt werden Beispiele aus Übungen und Projekten von Studierenden aus allen Phasen des Studiums an der Kunsthochschule.

Darmstadt: „Spielen! Gestalten“ lautet der Titel der Ausstellung im Intef

Empfangen werden die Besucherinnen und Besucher der Schau von einer riesigen fragilen Libelle, die in einem Glaskasten ausgestellt wird. Das Modell des Insekts entstand im Sommer vergangenen Jahres. „Vergrößerungen führen laut Schmidt-Ruland „zu einer größeren Detailklärung“.

Im Rahmen eines Workshops unter dem Motto „Der Natur auf der Spur“ seien Insekten unterschiedlicher Gattungen unter die Lupe genommen worden und modelltechnisch in Übergröße nachgebaut worden. Die Auswahl der Materialien sei hierbei den Studierenden freigestellt gewesen. Andere Arbeiten zeigen etwa moderne Interpretationen von Schachspielen oder Kreisel, die in der Werkstatt der Hochschule von den Studierenden angefertigt wurden.

Blick in die Ausstellung aus der Vogelperspektive.
Blick in die Ausstellung aus der Vogelperspektive. © Monika Müller

Intef Darmstadt: Spiel- und Lerndesign der Kunsthochschule Halle im Fokus

In den Projekten der von Schmidt-Ruhland geleiteten Studienrichtung geht es nicht nur um das Spiel der Kinder. Während des Studiums beschäftigen sich die angehenden Industriedesignerinnen und -designer auch mit dem Spiel von Erwachsenen, der Bedeutung des Spiels in Prozessen der Wissensvermittlung und -aneignung sowie schließlich ganz allgemein mit der Rolle des Spielerischen in sozialen und kreativen Prozessen.

In diesem Kontext, so Schmidt-Ruhland, werden auch Spielräume, -objekte und -aktionen sowie Konzepte und Medien zum Thema lebenslanges Spielen und Lernen gestaltet.

ÖFFNUNGSZEITEN

Die Ausstellung „Spielen! Gestalten!“ im Institut für Neue Technische Form (Intef) , Friedensplatz 11, kann noch bis zum kommenden Sonntag, 4. Dezember, besichtigt werden. Bis einschließlich Samstag ist das Intef täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am Sonntag nur bis 14 Uhr. Der Eintritt ist frei. jjo

https://intef.info/

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