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Innovativ und sozial

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Gestern war Richtfest auf der Anlage an der Ecke Nelkenweg/Blütenallee.
Gestern war Richtfest auf der Anlage an der Ecke Nelkenweg/Blütenallee. © Guido Schiek

In Arheilgen entstehen 88 geförderte Wohnungen / Energieversorgung über Blockheizkraftwerk.

Im Arheilger Blütenviertel werden zur Zeit 88 Sozialwohnungen gebaut mit einem innovativen Energiekonzept. Gestern war Richtfest. Die viergeschossige Anlage samt einer Krippe mit 30 U3-Plätzen soll Ende des Jahres fertig sein.

Eine Grenze geht durch die im Bau befindliche Wohnanlage an der Ecke Nelkenweg/Blütenallee. Ein Teil der 6000 Quadratmeter großen Grundfläche liegt im Lärmschutzbereich des Frankfurter Flughafens. Weswegen das Regierungspräsidium die Krippe für die U3-Betreuung in der Anlage extra genehmigen musste. Ansonsten hätte man die Kita nur in einem Teil der Anlage bauen können, sagte am Donnerstag Bauvereinsvorstand Hans-Jürgen Braun während des Richtfests.

30 Plätze für unter Dreijährige

„Wenn wir die Kita eröffnen, sind wir bei insgesamt 48,9 Prozent U3-Versorgung in Arheilgen“, sagte Sozialdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne). Die Krippe wird rund 600 Quadratmeter groß sein und 30 U3-Plätze haben. Die Versorgungsquote steigt damit um 6,2 Prozentpunkte. Der Bauverein hat die Kita so geplant, dass sie in Wohn- oder Gewerberäume umgebaut werden könnte, falls künftig der Kinderbetreuungsbedarf wieder sinkt.

Der Bauverein plant, dass die Wohnungen Ende 2015 fertig sind und am 1. Januar 2016 bezogen werden können. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen mit Grundstück bei 17,8 Millionen Euro. Das Land Hessen fördert das Projekt mit rund 8,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Sozialer Mietwohnungsbau. Die Stadt Darmstadt beteiligt sich mit rund 3,5 Millionen Euro.

Die Hälfte der 45 bis 90 Quadratmeter großen Wohnungen haben ein bis zwei Zimmer, rund ein Drittel drei Zimmer, etwa 15 Prozent sind Vierzimmerwohnungen für Familien. 73 Wohnungen sind barrierefrei. Die Anlage mit drei Geschossen plus einem ausgebauten Dachgeschoss bekommt zudem einen Spielplatz und einen begrünten Innenhof.

Die Energieversorgung der Anlage läuft auch über ein Blockheizkraftwerk. Dieses kann ein Viertel des benötigten Stroms und 50 Prozent der Wärme für Heizung und Warmwasser erzeugen.

Blockheizkraftwerke sind in ihrer Kraft-Wärme-Kopplung effizienter als eine getrennte Strom- und Wärmeerzeugung. Der höhere Gesamtnutzungsgrad gegenüber der herkömmlichen Kombination von lokaler Heizung und zentralem Kraftwerk resultiert daraus, dass die Abwärme der Stromerzeugung direkt am Ort der Entstehung genutzt wird. Die Wohnungen sind die praktische Folge einer Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Bauverein AG.

„Wir haben vor zwei Jahren vereinbart, dass wir pro Jahr 100 Sozialwohnungen dem Markt zuführen“, sagte Hans-Jürgen Braun. Die Hälfte solle aus Neubauten bestehen, der andere Teil aus Modernisierungen und Ankäufen von Belegrechten. (mawi)

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