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Das Impfzentrum in Darmstadt befindet sich im Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium.
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Das Impfzentrum in Darmstadt befindet sich im Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium.

Darmstadt/Wiesbaden

Aktionen vor Impfzentrum in Darmstadt sorgen für Unruhe

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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  • Jutta Rippegather
    Jutta Rippegather
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Der Krisenstab der Stadt Darmstadt berichtet von Einschüchterungsversuchen von Impfgegnerinnen und -gegnern gegenüber Einsatzkräften und Menschen, die sich impfen lassen wollen. In Wiesbaden wurde indes die Gebäudefront des Rhein Main Congress Centers mit impfkritischen Parolen beschmiert.

Vor dem für Südhessen zuständigen Impfzentrum in Darmstadt erscheinen immer wieder Impfgegnerinnen und Impfgegner, um zu fotografieren, zu filmen und Menschen zu verunsichern. Der Krisenstab der Stadt berichtet von „zunehmend schlechten Erfahrungen“. „Es ist uns sehr wichtig, hier deutlich zu machen, dass wir eine Belästigung, Bedrängung und Verunsicherung von Beschäftigten und Impflingen nicht hinnehmen werden“, teilte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) mit.

Die Aktionen seien von den ehrenamtlichen Einsatzkräften des Impfzentrums im Kongresszentrum „Darmstadtium“ sowie von Menschen, die sich für eine Impfung anmelden wollten, als Einschüchterung wahrgenommen worden, berichtete Partsch. Der Sicherheitsdienst und die Polizei hätten die Situation zwar im Griff, doch die Entwicklung mache „durchaus Sorge“.

Darmstadt: Kritik an Einschüchterungsversuchen vor Impfungen

Das Verhalten der der Impfgegner:innen sei „in höchstem Maße kontraproduktiv, unverantwortlich gegenüber der Gesundheitssituation älterer Menschen und eine Anmaßung für die enorm schwierige und belastende Situation für Kinder, Jugendlichen und Eltern und die von massiven Schäden betroffene Wirtschaft. Die Unruhestifter seien zugleich „Gegner einer guten Entwicklung in dieser in höchstem Maße belastenden Pandemie-Lage“, teilte Darmstadts OB Partsch mit.

In Wiesbaden waren bereits vor knapp zwei Wochen Teile der Gebäudefront des Rhein-Main-Congress-Centers mit impfkritischen Schriftzügen beschmiert worden. Die Polizei ermittelte einen 32-jährigen Verdächtigen.

Sicherheitspersonal vor Impfzentren sensibilisiert

Nach Angaben von Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) wurden darüber hinaus keine weiteren Fälle bekannt. Die Polizei und die Ordnungsbehörden seien für den Schutz der Impfzentren und deren Nutzerinnen und Nutzer entsprechend sensibilisiert.

Darmstadts OB Partsch teilte zudem mit, dass mit der steigenden Anzahl an Impfungen die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung über die Arbeit im Impfzentrum weiter zunehmen würden. Die Menschen seien „dankbar und beeindruckt, auch und vor allem über den pragmatischen und unbürokratischen Umgang“. Dies sei für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Impfzentrum motivierend, so Partsch. 

In Darmstadt soll ein Impfbus eingesetzt werden

Unterdessen hat das Impfzentrum damit begonnen, einen eigens dafür umgebauten Bus des kommunalen Nahverkehrsunternehmens Heag mobilo als „Impfbus“ zu testen. Dieser soll nach Abschluss der Arbeiten über eine oder zwei Impfkabinen verfügen und eine weitere Variante für das mobile Impfen außerhalb des Impfzentrums darstellen.

Noch gebe es keine endgültige Entscheidung darüber, wie und wo der Impfbus konkret eingesetzt werden könnte, äußerte OB Partsch. Vorstellbar erscheine jedoch das Anfahren größerer Einrichtungen im Gesundheitsbereich, um zusätzlich zu unterstützen und die Abläufe weiter zu beschleunigen. Dies sei jedoch erst möglich, wenn größere Mengen an Impfstoff zur Verfügung stünden.

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