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Hoffmann wehrt sich

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Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) weist den Vorwurf der Kindergruppen-Gründer zurück, er habe Druck auf sie ausgeübt.

Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) hat die Darstellung der Familie Maecker-Urdze zurückgewiesen, er habe Druck auf sie ausgeübt. Die Familie wollte eine private Kindergruppe für unter Dreijährige gründen, scheiterte aber daran, dass die Stadt keinen gültigen Haushalt hat und deshalb keine Zuschüsse leisten kann.

Vater Hauke Maecker-Urdze hatte berichtet, er und seine Frau hätten sich wegen eines Hortplatzes und eines Krippenplatzes für ihre Kinder an die Stadt gewandt und parallel die Initiative "Ein Kind - ein Platz" mitbegründet. Maecker-Urdze habe einen Anruf des Oberbürgermeisters erhalten, bei dem ihm mitgeteilt worden sei, dass er zwei Plätze habe, und gefragt worden sei, ob die Familie ihr öffentliches Engagement nun aufgebe, worauf die Maecker-Urdzes die angebotenen Plätze abgelehnt hätten.

"Dieser Sachverhalt ist schlicht und einfach falsch", sagt Oberbürgermeister Hoffmann. "Ich habe persönlich nie angerufen und würde so ein Angebot niemals mit der Aufgabe des Engagements verbinden." Hoffmann: "Mir das zu unterstellen, ist schon ein starkes Stück."

Sigita Urdze blieb gestern bei ihrer Darstellung.

Die Grünen verurteilten den Vorgang am Montag in einer Pressemitteilung. Es sei "ein Skandal, wie Eltern, die sich für die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen einsetzen, mundtot gemacht werden sollen", sagte der familienpolitische Sprecher Yücel Akdeniz. "Haarsträubend" nannte er es, wie Initiativen zunichte gemacht würden, "weil Bürgermeister Wolfgang Glenz mit SPD und FDP als Magistratsmehrheit bislang nicht in der Lage waren, einen genehmigungsfähigen Haushaltsentwurf vorzulegen". Da die Stadt nicht in der Lage sei, die Kinderbetreuung in den kommenden Jahren alleine zu stemmen, sollte sie privates Engagement fördern. (rwb)

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