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Ein Hörsaal auch fürs Parlament

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Im Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium ist der letzte Raum fertiggestellt. Das Projekt blieb sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen.

"Ferrum“, lateinisch für Eisen, heißt der letzte, nun fertiggestellte Saal im Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium – und er soll verwandelt werden in Nickel, Messing und Kupfer, denn daraus bestehen die Euro-Münzen. Mit 3,7 Millionen Euro „sind wir im Zeit- und Kostenrahmen geblieben“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) bei der Vorstellung des 650 Quadratmeter großen Saals in der Westspitze des Darmstadtiums.

„Ferrum“ ist der 26. Veranstaltungsraum im Kongresszentrum. Eisen hat im Periodensystem die Ordnungszahl 26. So kam er zu seinem Namen. Mit der Fertigstellung von „Ferrum“ stehen jetzt auch die Gesamtkosten von 93,5 Millionen Euro für das Kongresszentrum fest. Teilweise sei Geld zurückgekommen, weil man Forderungen bei Baufirmen durchsetzen konnte, erklärte der Geschäftsführer des Darmstadtiums, Lars Wöhler.

Der Saal mit seiner aufsteigenden Bestuhlung und ausklappbaren Tischen für rund 390 Personen soll künftig auch die Stadtverordnetensitzung aufnehmen; er erinnert an einen Hörsaal. Bis zu einem gewissen Punkt ist er auch flexibel: Einzelne Stühle können entfernt werden, so dass Gänge entstehen, was dem Parlamentsbetrieb mit seinen Fraktionen entgegenkommt.

Der ab März dieses Jahres umgebaute Saal werde seit Dezember für Veranstaltungen genutzt, sagte Wöhler. 2015 ist der Saal an 50 Tagen gebucht. Für Zins und Tilgung des notwendigen Darlehens sind 100 Buchungstage nötig. Jochen Partsch und Lars Wöhler zogen auch vorläufig Bilanz fürs laufende Jahr. 2014 wird der Umsatz aus 330 Veranstaltungen demnach bei rund 4,1 Millionen Euro liegen – der bislang höchste Umsatz. (mawi)

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