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Hessentag soll Impulse bringen

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Oberbürgermeister sieht im Zuschlag für 2017 eine Chance für die Stadt.

Rüsselsheim richtet den Hessentag 2017 aus. Ministerpräsident Volker Bouffier überreichte am Donnerstag in der Staatskanzlei die entsprechende Urkunde an Oberbürgermeister Patrick Burghardt und Parlamentsvorsteher Heinz Schneider (alle CDU).

Dass der Hessentag 2017 nach Rüsselsheim kommt, war offenbar nur noch eine Formsache. Nach Medieninformationen gab es nämlich zum Schluss nur noch die Opel-Stadt, die Interesse und vor allem einen entsprechenden Parlamentsbeschluss hatte. Ministerpräsident Volker Bouffier wollte die Frage, wie viele Bewerbungen es gab, nicht konkret beantworten. „Um die zehn“ Kommunen hätten Interesse gezeigt. Die Staatskanzlei habe aber im Vorfeld schon darauf hingewiesen, dass nach den Hessentagen dieses Jahr und nächstes Jahr in Nord- und Mittelhessen 2017 wieder eine Kommune in Südhessen an der Reihe sei.

Oberbürgermeister Patrick Burghardt und Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schneider nahmen denn auch die Urkunde des Ministerpräsidenten am Donnerstag in der Wiesbadener Staatskanzlei stolz entgegen und betonten, die Automobilstadt wolle sich von ihrer besten Seite zeigen. Sicher nicht ganz einfach angesichts einer Innenstadt, in der immer mehr Geschäftsleute aufgeben. Doch gerade hier erwartet Burghardt neue Impulse.

Bouffier sieht in Rüsselsheim eine multikulturelle Stadt, in der das Zusammenleben der Nationen prima funktioniere. Das gelte es, nach außen zu tragen. Er sei überzeugt, dass Rüsselsheim einen tollen Hessentag ausrichten werde. Der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU), sieht in Rüsselsheim vielfältige Möglichkeiten für den Hessentag. Rüsselsheim sei „eine Stadt des Aufbruchs“.

„Jetzt geht die Arbeit richtig los“, gab Burghardt die Losung aus. Rüsselsheim habe für das Landesfest eine tolle Infrastruktur sowohl durch die Lage am Main als auch durch das Opel-Altwerk. Ohnehin wird der Automobilhersteller eine große Rolle spielen. Denn Opel wird mit Sicherheit einige Programmpunkte des Hessentages finanzieren.

Veranstaltung ist umstritten

Rüsselsheim hat laut Burghardt durch die Großveranstaltung, zu der mehr als eine Million Besucher erwartet werden, eine tolle Chance, landes- und bundesweit auf sich aufmerksam machen. „Wir werden den Besuchern zeigen, welches Potenzial in unserer Stadt steckt“. Burghardt betonte, die Stadt werde nicht mehr als die vom Land zur Verfügung gestellten 3,5 Millionen Euro für die Festorganisation ausgeben. Die Investitionen, die durch Landeszuschüsse gefördert werden und ohnehin getätigt werden müssten, würden natürlich Geld kosten. In den kommenden Wochen will Burghardt mitteilen, wohin die Investitionen fließen. Gedacht ist vor allem an eine Aufwertung der momentan ziemlich öden Innenstadt.

Dass der Personalrat der Stadt Rüsselsheim vor dem Landefest warnt, weil mit dem vorhandenen Personal die Arbeit nicht leisten sei, wies Burghardt zurück. Das sei alleine die Meinung des Personalrates. Er habe aus der Verwaltung nur positive Stimmen gehört. Gleiches wisse er aus Vereinen, Verbänden und Hilfsorganisationen, die sich auf den Hessentag 2017 freuten.

Politisch ist die Veranstaltung umstritten. Die Opposition im Rüsselsheimer Stadtparlament mutmaßt, der Oberbürgermeister könne sein Versprechen, dass für die Organisation des Hessentages keine zusätzlichen Kosten anfallen, nicht halten. Denn alle bisherigen Kommunen, die den Hessentag ausrichteten, hätten am Ende draufgezahlt. (hde)

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