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Heim für Flüchtlinge

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Die Stadt kooperiert mit der Baugenossenschaft (BG) Ried, damit auf 2799 Quadratmeter 24 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Und auch ein Wohnprojekt für Flüchtlinge ist auf den Weg gebracht.

Einstimmig hat das Stadtparlament Groß-Gerau eine Kooperation der Stadt mit der Baugenossenschaft (BG) Ried zum Bau einer Flüchtlingsunterkunft beschlossen. Die Stadt verkauft die 2799 Quadratmeter große Fläche in der Reichenberger Straße 10 bis 16 samt Garagengrundstücke und Kioskgebäude. Dort baut die BG Ried 24 öffentlich geförderte Wohnungen. Für die 20 Vierzimmer- und vier Dreizimmerwohnungen erhält die Stadt für 50 Jahre das Belegungsrecht.

Den ausgehandelten Verkaufspreis beziffert die Stadtverwaltung mit rund 811 710 Euro abzüglich der Abrisskosten von 118 405 Euro. Im Gegenzug gibt die Stadt der Baugenossenschaft ein zinsloses Darlehen über 693 000 Euro mit einer Laufzeit von 50 Jahren. Dafür investiert die BG Ried 5,1 Millionen Euro in den Bau der Wohnungen. Die Übergabe der Liegenschaften an die BG Ried ist für den 30. November 2016 vorgesehen, geht aus der Beschlussvorlage hervor.

Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) pries das Vorhaben als „guten sozialen Wohnungsbau direkt am Springberg“. Durch das lange Belegungsrecht hätten die Wohneinheiten für die Stadt eine Art Eigentumscharakter, obwohl die Kommune gar nicht selbst investiere. Klaus Meinke (SPD) lobte das Projekt als „sinnvolle Kooperation zwischen zwei gleichberechtigten Partnern“.

Für ein weiteres Wohnbauprojekt für Bedürftige hat das Stadtparlament mit 27:1 Stimmen den Weg frei gemacht. Alle Fraktionen stimmten dafür, der fraktionslose Lebrecht Viebahn dagegen. Wie berichtet, soll auf dem Grundstück hinter dem Hallenbad ein Massivhaus gebaut werden, das zunächst für die Unterbringung von maximal 64 Flüchtlingen genutzt wird. (dirk)

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