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Das Haus der kurzen Wege

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Im Fachärztezentrum an der Grafenstraße ist die Kooperation mit dem Klinikum wichtig.
Im Fachärztezentrum an der Grafenstraße ist die Kooperation mit dem Klinikum wichtig. © Claus Völker

Im Fachärztezentrum an der Grafenstraße/Bleichstraß liegen Kinderpflege, Kosmetik und Chirurgie nah beieinander. Die Ärzte dort kooperieren mit den Kinderkliniken und dem Klinikum.

Bärenstark“, die Intensivpflegeeinrichtung für Kinder und Jugendliche war einer der ersten Mieter im neuen 17 Millionen Euro teuren Fachärztezentrum am Klinikum. Bereits vergangenes Jahr im Juni ist die Einrichtung in das fünfte Obergeschoss an der Ecke Grafenstraße/Bleichstraße gezogen. 40 Mitarbeiter kümmern sich dort um 13 Kinder, darunter sind Pflegekräfte und auch Pädagogen.

„Die Kinder leben bei uns, die ziehen richtig hier ein“, erklärt Geschäftsführerin Daniela Jentsch. Aufgenommen werden Kinder, die teilweise oder vollständig beatmet werden müssen oder die auf eine intensive Pflege angewiesen sind. Einige leiden an kindlichen Syndromen, seltenen und schweren Krankheiten, manche werden auch nach einem Unfall stationär aufgenommen. „Insgesamt gibt es nur fünf solcher Einrichtungen in Deutschland“, erzählt Daniela Jentsch. Sie ist vom Standort Grafenstraße und der zentralen Lage überzeugt. „Wichtig ist für uns die Kooperation mit den Kinderkliniken und dem Klinikum“, so die Geschäftsführerin. Im Fachärztezentrum selbst gebe es ebenfalls kurze Wege, etwa zur Zahnarztpraxis oder zum Labor. „Das ergänzt sich gut.“

Neubau für 17 Millionen Euro

Von einer besseren Verzahnung des ambulanten und stationären Sektors erhoffen sich auch die anderen Mieter Synergien. Etwa vom Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Klinikums, das mit Neurochirurgen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten und Spezialisten für Psychosomatik in der Grafenstraße vertreten ist. Im Ausbau befindet sich das ambulante OP-Zentrum im vierten Stock, das ebenfalls zum Klinikum gehört.

Zu den aktuellen Mietern gehören unter anderen der Gastroenterologe Gerald Poschmann, der vorwiegend Darmspiegelungen anbietet. Maurizio Podda, Chefarzt der Hautklinik in Eberstadt, hat ein Institut für medizinische Kosmetik aufgemacht, das einen Mix aus Kosmetik und Medizin anbietet.

Der Zahnmedizin widmet sich Jens Foitzik mit seinem Team in der „O.P.I Zahnmedizin und Chirurgie“. „Kleinere Eingriffe werden wir auch hier machen“, sagt der Zahnmediziner. Geplant sei eine engere Zusammenarbeit mit dem Klinikum, wenn es etwa um die Kiefer- und Gesichtschirurgie geht. In der Praxis gibt es sechs Behandlungsräume, angeboten wird dort das gesamte Spektrum einer Zahnarztpraxis. Von Füllungen und Brücken bis hin zu Implantaten.

Ein Stockwerk darunter ist das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) und die Praxis von Jürgen Geyer. 36 Betten stehen auf der Dialyse-Station bereit, etwa 120 Patienten werden von den etwa 40 Mitarbeitern versorgt. Die Praxis ist Anlaufstelle für Patienten mit Hochdruckkrankheiten, ein weiterer Schwerpunkt ist die Früherkennung von Nierenerkrankungen. „Ein Vorteil sind für uns die kurzen Wege“, sagt Geyer. Alle wichtigen Räume seien auf einer Ebene untergebracht.

Im Erdgeschoss des Zentrums gibt es eine Apotheke, ein Sanitätshaus und die „Radiologie Darmstadt“. Dort sind unter anderem ein Computertomograf und ein Magnetresonanztomograf untergebracht.

Am Samstag, 28. September, können beim Tag der offenen Tür auch Besucher das Fachärztezentrum genauer unter die Lupe nehmen. hin

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