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Ein Haus fürs Alter

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Die evangelische Kirchengemeinde, der Arbeiter-Samariter-Bund und die Arbeiterwohlfahrt wollen ein Seniorenzentrum bauen.

Wohnmöglichkeiten im Alter sind in Erzhausen bislang Mangelware. Das wollen die evangelische Kirchengemeinde, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Arbeiterwohlfahrt (Awo) nun ändern. 30 Wohnungen speziell für ältere Menschen, 60 bis 70 Pflegeplätze, ein Tagespflegebereich und eine Station für Demenzkranke könnte es in etwa drei Jahren geben.

"Es gab schon viele Überlegungen zu diesem Thema", sagt Jürgen Heitmann vom Kirchenvorstand. Mit seinem Kollegen Dietrich Neumann hat er das Vorhaben, ein Haus für ältere Menschen zu bauen, von Anfang an mit vorangetrieben. An Platz mangelt es nicht. Den hat die Kirchengemeinde auf ihren beiden zusammen rund 7000 Quadratmeter großen Grundstücken im Neubaugebiet Rodensee II. Es habe jedoch lange gedauert, zur richtigen Idee auch den richtigen Betreiber und Investor zu finden. Nun ziehen ASB und Awo mit der Gemeinde an einem Strang. Sie würden das Heim betreiben, wobei die Awo für die Pflegeplätze verantwortlich wäre und der ASB für Wohnen, Tagespflege und Demenzgruppe. Finanziert würde die Anlage von der Pfarreivermögensverwaltung, die auch das Grundstück im Erbbaurecht zur Verfügung stellen will.

Bisher nur ein Pflegeheim

"Das ist ein außergewöhnliches Konstrukt", sagt Andrea Roth, Landesreferentin des ASB. Seit zwei Jahren sei man mit der Vorarbeit beschäftigt. "Die Platzzahl entspricht einer Bedarfsanalyse, die wir in Erzhausen gemacht haben", erläutert sie. Unklar ist noch, was mit dem Pflegeheim an der Industriestraße passiert, der bisher einzigen Wohnoption für Ältere. Zwei Heime zu betreiben kommt für Helmut Kaufmann von der Awo Hessen-Süd nicht in Frage. Er betonte zudem die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, an die Miete gezahlt wird. Man wolle keine Konflikte.

Bei Gemeindevertretern gibt es zu den Plänen fürs Seniorenwohnen zwar grundsätzlich positive Resonanz, am Heim an der Industriestraße wollen jedoch viele festhalten. Die Gemeinde habe sich viel Mühe mit dem Umbau gemacht und Geld investiert, sagte Rolf Avemaria, Fraktionsvorsitzender der SPD. Auch seien die Pläne sehr überraschend gekommen. "Wir haben noch im Oktober einen Antrag zu einer Erweiterung des Heims formuliert." (eda)

Die Gemeindevertretung befasst sich in ihrer Sitzung am Montag, 1. Februar, mit dem Thema.

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