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Gute Laune trotz Dauerregen

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Die Veranstalter und Budenbetreiber hoffen auf besseres Wetter.
Die Veranstalter und Budenbetreiber hoffen auf besseres Wetter. © Roman Grösser

Vier Tage Musik und Gaudi machen Arbeit: Seit Donnerstag malochen die Macher des Schlossgrabenfestes, damit Bühnen und Stände rechtzeitig aufgebaut sind. Egal, wie mies das Wetter ist.

Bei zehn Grad und Nieselregen sind nach einer halben Stunde die Hände kalt und die Nase läuft, weitere 30 Minuten später kühlen die Füße aus. Nein, es ist kein Spaß, bei diesem Wetter die Bühnen und Stände für das Schlossgrabenfest aufzubauen. „Das geht auf die Knochen. Erstaunlich, dass das Team trotzdem gute Laune hat“, sagt Thiemo Gutfried am Montagvormittag vor der großen Bühne auf dem Karolinenplatz.

Gutfried ist, gemeinsam mit Frank Grossmann, Organisator des viertägigen Musikfestes und immer vor Ort, auch, wenn es regnet. „Wir haben mit dem Aufbau am Donnerstag begonnen, seitdem gab es keine Pausen“, erzählt er. Trotz heftiger Regenfälle waren auch am komplett verregneten Sonntag mehr als 50 Mitarbeiter von 6.30 bis 23 Uhr mit dem Aufbau von Bühnen, Zelten und Zäunen beschäftigt.

Sprühkreide weggespült

„Ich habe mir dreimal trockene Hosen angezogen, das weicht alles ein“, erzählt Gutfried. Als die Schuhe nur noch vor Nässe quietschten, besorgte er sich Gummistiefel. Irgendwann seien auch die Mobiltelefone ausgefallen, weil die Lautsprecher nass geworden sind. „Das war vielleicht ein Dauerregen“, sagt er und schüttelt ungläubig den Kopf. So schlechtes Wetter sei noch vor keinem Schlossgrabenfest gewesen. „Ich kann mich an so viel Regen nicht erinnern“, sagt Gutfried und schaut dem Gabelstaplerfahrer zu, der warm eingepackt hinterm Steuer sitzt und palettenweise Gerüstbauteile über den Karolinenplatz fährt. Vor dem Staatsarchiv sind 30 blaue Toilettenhäuschen angeliefert worden, die am Wochenende auf dem Wolkenkratzer-Festival in Frankfurt im Einsatz waren.

Auch die zwei Buden der Wurstbraterei Eberhard aus Hanau standen am Sonntag noch in Frankfurt.

Gegen elf Uhr am Montag sind die acht Mitarbeiter von Karlheinz Eberhard – er führt das Unternehmen in der dritten Generation – mit dem Aufbau beschäftigt. „Wir sind seit dem zweiten Schlossgrabenfest immer dabei“, sagt Eberhard. Ob es beim Aufbau regnet oder nicht, ist ihm egal. „Wir ziehen dann halt unsere Regenjacken an.“ Sieben bis acht Stunden dauert es, bis sein Team einen Grillwagen aufgebaut hat. „Wir sind damit noch bis 22 Uhr beschäftigt.“ Mit Blick auf die Kundschaft ist ihm wichtig, dass das Wetter ab Donnerstag mitmacht. Auf Wärme und Sonnenstrahlen setzt auch Melanie Beier, die mit ihrem Crêpes-Stand aus Neu-Isenburg gekommen ist. „Ich hoffe sehr, dass es nicht schüttet.“

Auf den Bühnen muss die Ton- und Lichttechnik installiert werden. Auch einige Planen und Werbebanner sind noch nicht befestigt. Bei Regen sind diese Arbeiten besonders beschwerlich und auch gefährlich, weil die Gerüste dann rutschig sind. Thimo Gutfried hofft, dass viele Gastronomen erst am Dienstag ihre Buden aufbauen. „Wir konnten die 160 Stellflächen samt Stellnummern am Sonntag nicht einzeichnen“, erklärt er. Der Regen hätte die Sprühkreide sofort wieder abgewaschen. „Wir haben das Markieren auf heute Nachmittag verschoben.“

In der Pause gehen einige Mitarbeiter zum Aufwärmen ins Café im „Karo?5“oder ins „Welcome“-Hotel. Gutfried selbst hofft, dass spätestens mit Beginn des Festes am Donnerstag keiner mehr ins Warme flüchten muss. (hin.)

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