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Gutachten soll Unschuld beweisen

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Der Prozess wegen Totschlags vor dem Darmstädter Landgericht dauert an. Ein Gutachten soll nun die Unschuld des Angeklagten beweisen.

Der Prozess vor dem Darmstädter Landgericht gegen einen 36-jährigen Familienvater aus Kelsterbach hatte im Januar bereits mit einigen Merkwürdigkeiten begonnen. Der des Totschlags Angeklagte hielt, während Fotografen und Kamerateams im Gerichtssaal waren, einen Ordner vor seine Brust, auf dem stand: „Ich bin unschuldig“.

Der Angeklagte soll im August 2013 einen Mann aus Mörfelden-Walldorf umgebracht haben, bei dem er rund 40 000 Euro Schulden gehabt haben soll.

Nun, nach mehreren Prozesstagen, beantragte die Verteidigerin des Mannes die Hinzuziehung eines Sachverständigen, der den exakten Todeszeitpunkt des Opfers nochmals überprüfen soll.

Fünf weitere Prozesstage

Das Gutachten soll belegen, dass ihr Mandat, der zur Zeit der Tat nach der teilweisen Verbüßung einer Haftstrafe Freigänger war, in der Tatnacht im Gefängnis geschlafen hat und deshalb nicht der Täter sein kann. Die Staatsanwaltschaft hat im Zuge des Prozesses den SMS-Verkehr zwischen dem Angeklagten und seiner Ehefrau ausgewertet. Diese hatte die Aussage im Zeugenstand verweigert.

Aus den Kurznachrichten geht hervor, dass der Angeklagte spielsüchtig war, die Familie vernachlässigte und sich immer wieder Geld geliehen hatte, unter anderem von dem später getöteten Mann aus Walldorf.

Die Staatsanwaltschaft hat für das Verfahren vorläufig fünf weitere Prozesstage angesetzt. (hde)

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