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Grünes Licht für die Lichtwiesenbahn

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Von: Jens Joachim

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Der Bau der Straßenbahntrasse von der Nieder-Ramstädter Straße entlang des Lichtwiesenwegs zum Campus Lichtwiese der Technischen Universität hat sich verteuert.
Der Bau der Straßenbahntrasse von der Nieder-Ramstädter Straße entlang des Lichtwiesenwegs zum Campus Lichtwiese der Technischen Universität hat sich verteuert. © Michael Schick

Mit Unterstützung des Stadtverordneten Jürgen Barth billigt die grün-schwarze Koalition in Darmstadt die Kostensteigerung für die geplante Lichtwiesenbahn zum Unicampus.

Die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung hat am Donnerstagabend mit 34 Stimmen der grün-schwarzen Koalition und des bisherigen Uffbasse-Stadtverordneten Jürgen Barth einer Magistratsvorlage zur Kostensteigerung bei der Lichtwiesenbahn zugestimmt. 31 Stadtverordnete aus den Reihen der Oppositionsfraktionen und der Fraktion Uffbasse, die seit der Kommunalwahl mit der Koalition aus Grünen und CDU kooperiert, stimmten gegen die Vorlage. Der Stadtverordnete Barth teilte während der Sitzung in einer persönlichen Erklärung mit, dass er nach 13 Jahren aus der Uffbasse-Fraktion austrete und nun zunächst fraktionsloser Abgeordneter sei.

Baustadträtin Barbara Boczek (Grüne) teilte während der Stadtverordnetensitzung mit, dass das seit Jahren umstrittene Bauvorhaben auch angesichts der Kostensteigerung förderungsfähig sei und einen Kosten-Nutzenindikator von 1,16 aufweise. Mit dem Förderbescheid rechne sie Ende des Jahres, sagte Boczek.

Der Bau der etwas mehr als einen Kilometer langen Straßenbahntrasse von der Nieder-Ramstädter Straße entlang des Lichtwiesenwegs zum Campus Lichtwiese der Technischen Universität (TU) Darmstadt hat sich Boczek zufolge gegenüber der Kostenschätzung von 2015 um rund vier Millionen auf 20,2 Millionen Euro verteuert. Die Stadt müsste inzwischen 9,5 Millionen zu dem Projekt beisteuern und nicht 5,8 Millionen Euro, wie bisher kalkuliert.

Die Stadtverordnete Ursula Blaum (FDP) bezeichnete das Bauvorhaben als „überflüssig“. Tim Huß (SPD) äußerte, die Heimstättensiedlung und der Stadtteil Wixhausen benötigten eher eine Straßenbahnanbindung. Georg Hang (Uffbasse) sagte, weil die Kosten für das Projekt nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen der Bahnstrecke stünden, sei es nun „an der Zeit, das Projekt zu stoppen“. Dazu kam es aber nicht.

Matthias Kalbfuss, der Vorsitzende der Geschäftsführung des Mobilitätsdienstleistungsunternehmens Heag mobilo, äußerte vor der Parlamentssitzung, er halte die geplante Straßenbahntrasse auch angesichts der sich abzeichnenden steigenden Kosten für dringend erforderlich. „Der Bedarf der Lichtwiesenbahn wird immer mehr bestätigt“, sagte Kalbfuss während einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanz- sowie des Bauausschusses. Kalbfuss teilte mit, dass Manfred Efinger, der Kanzler der TU Darmstadt, angekündigt habe, dass auf dem Campus Lichtwiese zwei weitere Institute mit 1000 Studierenden sowie 650 weitere Angestellte und Doktoranden angesiedelt werden sollen. Das Darmstädter Straßenbahnnetz bezeichnete Kalbfuß als „Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs“.

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