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Grüne Weihnachten

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In Groß-Umstadt leuchtet der Weihnachtsbaum vor dem historischen Rathaus.
In Groß-Umstadt leuchtet der Weihnachtsbaum vor dem historischen Rathaus. © Karl-Heinz Bärtl

Pünktlich zum ersten Advent leuchten auf den Plätzen der 23 Kommunen im Landkreis Darmstadt-Dieburg die Weihnachtsbäume. Doch woher stammen sie?

Groß-Umstadt hat neun Weihnachtsbäume in seinem Stadtgebiet aufgestellt. In jedem Stadtteil und der Kernstadt steht eine Nordmanntanne. Der Schmuck für den großen Baum auf dem Marktplatz in Groß-Umstadt stammt von Kindergärten. Er stammt aus einem Vorgarten in Wiebelsbach, die acht kleineren Exemplare in den Stadtteilen sind eingekauft worden: „Unser Lieferant kommt aus dem Vogelsberg. Er bezieht seine Tannen aus Schleswig-Holstein“, sagt Hans-Günter Mitzko, Betriebsleiter der Stadtwerke. 960 Euro haben die acht etwa vier Meter hohen Bäume inklusive Lieferung gekostet.

In Otzberg finanzieren die Bürger die Bäume. „Schon seit 2007 bekommen wir unsere Weihnachtsbäume durch einen Spendenaufruf an die Bürger“, erzählt Betriebshofsleiter Klaus Werner. Der Betriebshof fällt die Fichten und Tannen dann auf Rechnung der Gemeinde. „Von diesem System hat jeder etwas: Die Gemeinde kommt kostenlos an Bäume und die Leute sind den Baum los, den sie weghaben wollten“, sagt Werner. In diesem Jahr gab es mehr Angebote als Bäume benötigt wurden. Werner schaut sich im Vorfeld jeden Baum an und wählt nach verschiedenen Kriterien aus. Beispielsweise sollte er mindestens sechs Meter hoch sein: „Wir bringen die Lichterkette erst ab einer Höhe von etwa drei Metern an, weil die Birnen nicht gestohlen werden sollen.“

Die Tanne, die in den Adventswochen den Babenhäuser Marktplatz ziert, stand fast 30 Jahre im Garten der Familie Dietz. Damals fand sie das kleine Bäumchen laut einer Mitteilung der Stadt auf dem Abfallplatz am Schlierbacher Friedhof, mittlerweile ist die Tanne stattliche 14 Meter hoch und damit zu groß für den heimischen Garten.

In Seeheim-Jugenheim hat man sich dafür entschieden, die Bäume einzukaufen, statt wie früher auf Bürgerspenden zurückzugreifen: „Der Aufwand und die Personalkosten waren deutlich höher, weil Mitarbeiter die Bäume begutachten mussten und oft feststellten, dass sie nicht infrage kommen“, erklärt Sabine Müller vom Standortmarketing.

Dieses Jahr wurden die Bäume im Odenwald eingekauft. Fünf etwa sieben Meter hohe Edeltannen stehen in Seeheim, Jugenheim, Ober-Beerbach, Stettbach und Balkhausen. Rund 640 Euro hat die Gemeinde dafür bezahlt. Dazu kommen noch zwei aus dem Bestand: Die Nadelbäume, die an der Straßenbahnhaltestelle in Malchen und an der Sport- und Kulturhalle Seeheim wachsen, werden ebenso wie die gekauften Tannen mit LED-Lichterketten geschmückt.

Zwei große Tannen sind zur Weihnachtszeit in Messel mit Lichterketten beleuchtet. „Jedes Jahr für die Adventszeit Bäume zu fällen und aufzustellen und dann nach vier Wochen wieder wegzuschaffen, ist ein großer Aufwand“, erläutert Thomas Buchert von der Messeler Verwaltung.

Daher habe man vor etwa zehn Jahren eine Tanne auf dem Rathausplatz gepflanzt, die nun im Winter illuminiert wird. 2012 kam noch ein Baum an der evangelischen Kirche dazu. Kleinere Bäume, die zur Fällung anstehen, werden außerdem geschlagen und übers Ortsgebiet verteilt.

Bis Anfang Januar werden die geschmückten und beleuchteten Bäume Weihnachtsstimmung verbreiten. (ers)

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