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Daniela Wagner (2. v. re.) und ihr Mann, OB Jochen Partsch, waren lange noch hoffnungsvoll.
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Daniela Wagner (2. v. re.) und ihr Mann, OB Jochen Partsch, waren lange noch hoffnungsvoll.

Darmstadt

Grüne überflügeln in Darmstadt CDU und SPD

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Andreas Larem (SPD) gewinnt das Direktmandat im Wahlkreis 186, weil er in allen neun Landkreiskommunen vor der scheidenden Bundestagsabgeordneten Daniela Wagner (Grüne) liegt. Wagner schafft ebenso wenig den Wiedereinzug in den Bundestag über die Landesliste ihrer Partei wie die CDU-Kandidatin Astrid Mannes, die nach dem „Wahldesaster“ nun personelle Konsequenzen an der Spitze der hessischen CDU fordert.

Auf dem Weg zum Wahllokal hatte die Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner (Grüne) am Sonntag in Darmstadt noch einen Vorgarten mit mehreren prächtig blühenden Sonnenblumen, dem Symbol der Grünen, fotografiert und das Bild auf ihrem Facebook-Account geteilt.

Doch ihre vage Hoffnung, im Wahlkreis Darmstadt das Direktmandat zu gewinnen, erfüllte sich nicht, weil SPD-Kandidat Andreas Larem in allen neun Kommunen des Landkreises Darmstadt-Dieburg, die ebenfalls zum Wahlkreis 186 zählen, mehr Stimmen bekam und das Direktmandat gewann.

Wagner (Grüne) holt nur in Darmstadt die meisten Erststimmen

Nur in Darmstadt erhielt die Gattin von Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) mit 31,3 Prozent die meisten Erststimmen, während sich Larem mit 24,6 Prozent und die frühere Mühltaler Bürgermeisterin Astrid Mannes, die 2017 das Direktmandat knapp gewonnen hatte, mit 18,0 Prozent begnügen mussten.

Mannes lag in Eppertshausen, Messel, Modautal und in Mühltal vor dem Messeler Bürgermeister Larem, der in Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Erzhausen, Griesheim und Münster vor der CDU-Bewerberin lag. Bei den Zweitstimmen hatten die Grünen in der Stadt Darmstadt mit 28,8 Prozent die Nase vor der SPD (23,5 Prozent) und der CDU, die nur noch auf 14,8 Prozent kam.

Darmstadt: Wagner enttäuscht über Ergebnis im Wahlkreis 186

Wagner zeigte sich am Montag enttäuscht. Trotz des „großen Erfolgs“ in Darmstadt habe es im Wahlkreis nicht gereicht. Es wäre ihr „eine große Ehre gewesen“, weiter die Region in Berlin zu vertreten, teilte die frühere Vorsitzende der hessischen Grünen mit.

Während einer Landesmitgliederversammlung im Januar hatte Wagner gleich mehrere bittere Wahlschlappen hinnehmen müssen. In einer Kampfabstimmung um Platz eins der Landesliste musste sie sich zunächst der nordhessischen Bundestagsabgeordneten Bettina Hoffmann geschlagen geben. Schließlich wurde die langjährige Abgeordnete nur auf den Listenplatz 13 gewählt, der ebenso wenig für den Wiedereinzug in den Bundestag reichte wie der elfte Listenplatz bei ihrer Kollegin Astrid Mannes von der CDU.

Larem (SPD): Wählerinnen und Wähler „bereit für Veränderungen“

Larem schrieb auf Instagram, seine 51 046 Wählerinnen und Wähler hätten gezeigt, dass sie „bereit für Veränderungen“ seien. Sein Wahlkampf habe die Art sozialdemokratischer Politik widergespiegelt und das habe sich „ausgezahlt“. Seine Intention sei, „nah bei den Menschen“ zu sein, so Larem.

Jetzt werde in die Zukunft geblickt. „Ich habe mit meinem Team einen riesigen Wahlkampf gemacht. Jetzt bin ich erleichtert und voller Freude“, schrieb Larem auf Facebook, der sich zugleich für das entgegengebrachte Vertrauen bedankte.

Mannes (CDU) fordert parteiinterne Erneuerung der CDU Hessen

Mannes sprach von einem „Wahldesaster der CDU“, das sich längerfristig abgezeichnet habe. Dass ihr Erststimmenergebnis über dem Zweitstimmenergebnis der CDU liege, zeige ihr, dass ihr Einsatz in den vergangenen Jahren gewürdigt worden sei.

Nachdem die CDU in Hessen den Großteil ihrer Direktmandate verloren habe, hoffe sie nun, „dass die Verantwortlichen sich ihrer Verantwortung stellen und den Weg für die parteiinterne Erneuerung ermöglichen“, betonte Mannes.

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