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Grüne nominieren OB-Kandidaten

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Jochen Partsch
Jochen Partsch © Darmstadt

Eine "coole Stadt" mit Entwicklungschancen - so sieht Jochen Partsch Darmstadt. Zur Politik der Grünen gehöre der Ausbau der Kitas, die Schulbausanierung und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums.

Die Mitgliederversammlung der Grünen hat am Dienstagabend einstimmig Jochen Partsch zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 27. März 2011 nominiert. Der Sozialdezernent erhielt alle 37 Stimmen; es gab keine Enthaltungen.

Partsch sagte, die Nominierung sei ihm eine Ehre und fügte unter Hinweis "auf andere Parteien" hinzu, dies sei auch nicht selbstverständlich. Damit gibt es nun drei OB-Kandidaten: Neben Partsch treten Amtsinhaber Walter Hoffmann (SPD) und Rafael Reißer (CDU) an.

Darmstadt sei eine "coole Stadt" mit Entwicklungschancen, die derzeit nicht genügend genutzt würden, sagte Partsch in seiner Rede vor der Abstimmung. Die beiden Volksparteien nähmen immer weniger ihre Verantwortung wahr. "Die Grünen sind zwar keine Volkspartei, aber bei uns werden Diskussionen über interessante, wichtige Fragen wahrnehmbar und sehr differenziert geführt", erklärte der Kandidat.

Dies habe sich zum Beispiel bei der Nordostumgehung gezeigt, wo es heiße Debatten gegeben habe, die dann gefundene Position sei anschließend aber auch gemeinsam vertreten worden.

Die Grünen wollten eine ökologisch verantwortbare Mobilität für alle Schichten. Es dürfe daher nicht nur um den Autoverkehr gehen. "Für die Oma ist es beispielsweise viel wichtiger, wie sie von ihrem Altenheim in die City kommt", hob er die Wichtigkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs hervor.

Hören auf die Bevölkerung

Als wesentliches Merkmal der Grünen-Politik bezeichnete er die Forderung und auch das Ausleben "partizipatorischer Planungsprozesse". Man müsse auf das hören, was die Bevölkerung wolle, ohne ihr nach dem Mund zu reden. Im Kommunalwahlprogramm müsse die Partei verdeutlichen, welche Ziele sie für die Bevölkerung umsetzen wolle.

Dazu gehöre der weitere Ausbau der Kita-Betreuung, die Schulbausanierung, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, aber vor allem auch, die Finanzen der Stadt in den Griff zu bekommen. "Wir wollen Verantwortung für die ganze Stadt", betonte Partsch. Die Bürger seien die wichtigsten Ideengeber. Dazu sei "ein Mehr an Transparenz und tatsächlicher Partizipation" nötig.

Bei der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses ging ein Raunen durch den Raum, und Partsch rief seine Parteifreunde auf: "Ich brauche große Unterstützung". (ryp)

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