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Daniela Wagner (63), zog gegen vier jüngere Kandidatinnen den Kürzeren.
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Daniela Wagner (63), zog gegen vier jüngere Kandidatinnen den Kürzeren.

Darmstadt

Grüne in Hessen: Bittere Wahlschlappen für Daniela Wagner

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Die Grünen in Darmstadt sind sehr enttäuscht über den wenig aussichtsreichen Listenplatz 13 für die langjährige Bundestagsabgeordnete und frühere Landesvorsitzende auf der Landesliste der hessischen Grünen für die Bundestagswahl.

Zwiespältig – mit großer Ernüchterung und einer Portion Erleichterung – haben die Darmstädter Grünen die Abstimmungsergebnisse der Landesmitgliederversammlung am Wochenende für die Wahl der Landesliste zur Bundestagswahl im Herbst aufgenommen.

Enttäuscht waren führende Parteimitglieder vor allem über das Abschneiden der früheren Landesvorsitzenden und langjährigen Bundestagsabgeordneten Daniela Wagner. Die Gattin des Darmstädter Oberbürgermeisters Jochen Partsch (Grüne) musste sich, wie berichtet, zunächst in einer Kampfabstimmung um den Platz an der Spitze der Landesliste der nordhessischen Bundestagsabgeordneten Bettina Hoffmann geschlagen geben.

Philip Krämer, der Landesvorsitzende der Grünen, wurde auf Listenplatz sechs gewählt.

Danach verzichtete Wagner bewusst darauf, auf den Plätzen drei und fünf gegen Kordula Schulz-Asche und Anna Lührmann aus dem Main-Taunus-Kreis anzutreten. Bei den Wahlen für die Plätze sieben, neun und elf zog sie dann allerdings auch gegen die deutlich jüngeren Kandidatinnen Deborah Düring, die Landessprecherin der Grünen Jugend aus Frankfurt, die Anwältin Awet Tesfaiesus aus Kassel sowie Kristina Jeromin aus Wiesbaden den Kürzeren.

Daniela Wagner, die seit 40 Jahren Mitglied der Grünen ist und mit einer Unterbrechung inzwischen seit mehr als sieben Jahren dem Bundestag angehört, setzte sich erst bei der Wahl um den wenig aussichtsreichen 13. Listenplatz durch.

Freuen konnten sich die Darmstädter Grünen nur über das Ergebnis des Darmstädter Stadtverordneten und Grünen-Landesvorsitzenden Philip Krämer. Der 28-Jährige, der bei der Bundestagswahl nicht in seiner Heimatstadt, sondern im Wahlkreis Odenwald als Direktkandidat antritt, wurde auf den aussichtsreichen Listenplatz sechs gewählt.

Daniela Wagner (Grüne) aus Darmstadt: „Niederlagen gehören zur Demokratie dazu“

Daniela Wagner sagte der FR, sie finde das Ergebnis zwar „sehr schade“, grundsätzlich sei sie jedoch davon überzeugt, dass Niederlagen „zur Demokratie dazugehören“. Es gebe keinen Anspruch auf Ämter, sagte die 63-Jährige, die nun darum kämpfen will, im Bundesagswahlkreis Darmstadt gegen Astrid Mannes (CDU) das Direktmandat zu erringen.

Auch die Landtagsabgeordnete Hildegard Förster-Heldmann, die zusammen mit Jürgen Deicke den Kreisverband der Darmstädter Grünen führt, meinte, der 13. Listenplatz für die „hervorragende Fachpolitikerin“ Wagner sei aus Sicht der Parteiführung „nicht zufriedenstellend“. In den vergangenen Jahren habe sich Wagner, die von 1999 bis 2001 und von 2013 bis 2017 Landesvorsitzende der hessischen Grünen war, vor allem als Verkehrsexpertin einen Namen gemacht und sich auch den Themen Stadtentwicklung und Bauen intensiv gewidmet, sagte Förster-Heldmann.

Grüne-Fraktionsvorsitzende Nicole Frölich: Wahlergebnis „sehr bitter“

Nicole Frölich, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Darmstädter Stadtparlament, bezeichnete das Ergebnis für Wagner als „sehr bitter“. Wagner, Frölich und Landesparteichef Krämer äußerten zudem die Vermutung, dass das digitale Format möglicherweise die Kandidatur jüngerer Bewerberinnen und Bewerber begünstigt habe.

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