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Großes Becken wieder gesperrt

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Im Dieburger Freibad mussten allein am vergangenen Sonntag 400 Kubikmeter Wasser nachgepumpt werden.
Im Dieburger Freibad mussten allein am vergangenen Sonntag 400 Kubikmeter Wasser nachgepumpt werden. © Guido Schiek

Nach Notreparatur geflickt und geöffnet, kommt es erneut zur Schließung des Schwimmerbeckens in Dieburg. Um eine Sanierung kommt das Freibad wahrscheinlich nicht herum.

In der größten Hitzephase der vergangenen zwei Wochen war das von Tausenden Badegästen in Dieburg besuchte Freibad geöffnet. Hohe Wasserverluste hatten zuvor im Mai dazu geführt, dass der Start in die Badesaison verschoben werden musste. Die Aufsichtsbehörden befürchteten eine Belastung des Erdreichs mit Chlor. Eilig wurden Experten gerufen, die Risse im großen Schwimmerbecken als mögliche Ursache ausfindig machten.

Nach Notreparatur geflickt und geöffnet, kam es am Montag erneut zur Schließung des Schwimmerbeckens. „Wir mussten am vergangenen Sonntag 400 Kubikmeter Wasser nachpumpen“, schildert Bürgermeister Werner Thomas (parteilos). Kurzfristige Tests hätten – in Absprache mit Schwimmmeister Monty Römmelt – nun geklärt, dass die Wassereinbußen „an anderer, noch nicht lokalisierter Stelle stattfinden“, so Thomas. Das Freibadteam sei „mit Hochdruck auf Ursachenforschung“.

Wiederöffnung in den nächsten Wochen

Auf Nachfrage zu mehr Details ergänzte der Bürgermeister gestern: „Sie erleben mich relativ entspannt. Wie es scheint, ist das Becken dicht und wir haben jetzt den Fehler gefunden – und der liegt außerhalb des Beckens. Es sieht so aus, dass wir das Bad in der kommenden Woche wieder komplett öffnen können.“

Die konkrete Schadensursache wolle er jedoch erst dann benennen, wenn diese auch zweifelsfrei feststehe. „Jedenfalls konnten wir den Fehler die ganze Zeit noch nicht finden. Das Problem ist dem hohen Lebensalter des ganzen Systems geschuldet.“

Kein marodes Becken; das klingt doch gut für Dieburg, oder? „Wir werden um eine größere Sanierung dennoch nicht herumkommen.“ Wegen der dafür erforderlichen Vorbereitungen – wie Beschlüsse in der Stadtverordnetenversammlung und Ausschreibungen – werde die Umsetzung erst nach der nächsten Badesaison möglich sein, erklärt der Bürgermeister. Eine der Aufgaben der Dieburger Stadtpolitik werde es sein, bis dahin zu entscheiden, welche Art der Wasserreinigung künftig eingebaut sein soll: weiterhin chemisch oder natürlich? „Das gilt es zu prüfen, wobei mein klarer Favorit der natürliche Weg ist“, sagt Bürgermeister Thomas.

Um das Freibad für Gäste nicht ganz zu schließen, bleiben derzeit das Tummelbecken und das Planschbecken ebenso wie die Liegewiese zugänglich. Die Öffnungszeiten sind allerdings auf 12 bis 20 Uhr verkürzt. Auch die Tageskarten sind derzeit günstiger zu haben. So oder so: Die Löcher im Wassernetz des Freibads werden auch Spuren im Haushalt des Mittelzentrums hinterlassen. (piz)

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