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Südhessen: Polizei schließt Brandstiftung bei Waldbrand in Münster nicht aus

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Von: Jens Joachim

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Ein Polizeihubschrauber holt Wasser aus einem Löschwasser-Faltbehälter.
Ein Polizeihubschrauber holt Wasser aus einem Löschwasser-Faltbehälter. © Feuerwehr Darmstadt

Die Situation rund um den Waldbrand bei Münster (Landkreis Darmstadt-Dieburg) hat sich inzwischen etwas beruhigt. Ein dritter Hubschrauber unterstützt nun die Löscharbeiten der Feuerwehren, die voraussichtlich noch bis Freitag dauern werden.

Update vom Donnerstag, 18.08.2022, 13.45 Uhr: Der am Samstag in Südhessen ausgebrochene Waldbrand ist möglicherweise vorsätzlich gelegt worden. Wie die Polizei in Darmstadt am Donnerstag mitteilte, ermittelt die Kriminalpolizei und sucht Zeugen.

Die Löscharbeiten in der Nähe des ehemaligen Munitionsdepots in Münster-Breitefeld im Landkreis Darmstadt-Dieburg dauern nach Angaben des Kreisbrandinspektors Heiko Schecker voraussichtlich bis Sonntag. Die Situation sei unter Kontrolle, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit.

Drei Hubschrauber im Einsatz, um Waldbrand bei Münster zu löschen

Drei Löschhubschrauber, die am Mittwoch im Einsatz waren, und Regen hätten die Lage weiter beruhigt. Am Donnerstag sollten die Helikopter nur noch auf Abruf fliegen.

Die Feuerwehr hatte ein Gebiet, in dem Munitionsreste liegen, bislang ausschließlich aus der Luft gelöscht. Mittlerweile ist das Areal laut Schecker soweit abgekühlt, dass Einsatzkräfte es betreten können. Das Gelände werde in der kommenden Woche weiter beobachtet. Insgesamt waren laut Feuerwehr bislang 4000 Einsatzkräfte von verschiedenen Hilfsorganisationen vor Ort.

Waldbrand bei Münster: Lage hat sich etwas beruhigt

Erstmeldung vom Mittwoch, 17.08.2022, 16.04 Uhr: Die Situation rund um den Waldbrand in der Nähe eines ehemaligen Munitionsdepots, des sogenannten Muna-Geländes bei Münster-Breitefeld, hat sich nach Angaben der Feuerwehr etwas beruhigt.

Die Einsatzkräfte hätten die Lage unter Kontrolle, das Feuer habe sich nicht weiter ausgebreitet, sagte ein Feuerwehrsprecher. In der Nacht zum Mittwoch seien zwar Rauch und Glutnester entstanden. Das 25 Hektar große Areal kühle aber langsam ab. Der Einsatz werde voraussichtlich noch bis Freitag andauern.

Löscharbeiten gehen in Münster unvermindert weiter

Die Löscharbeiten gingen auch am fünften Einsatztag „in vollem Umfang weiter“. Mit Beregnungsanlagen, Strahlrohren und Wasserwerfern wurde den ganzen Tag über Löschwasser zum Kühlen und Löschen auf die Fläche gebracht.

Unterstützung erhofft sich die Feuerwehr von oben – zum einen durch mögliche Regenfälle und zum anderen durch den verstärkten Einsatz von Hubschraubern. Am Mittwoch wurde die Brandbekämpfung aus der Luft nochmals intensiviert. Neben Hubschraubern der Bundeswehr und der Polizei kam auch ein Helikopter der Bundespolizei zum Einsatz. Insgesamt können mit den drei Hubschraubern nun 4500 Liter Löschwasser zu den Brandstellen geflogen werden.

3500 Einsatzkräfte halfen bislang, den Waldbrand bei Münster zu löschen

Bis Mittwochnachmittag hatten seit Ausbruch des Feuers 3500 Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten geholfen. Davon waren nach Angaben des Feuerwehrsprecher 23 von Dehydrierung oder Erschöpfung betroffen, neun verletzten sich leicht.

Der Waldbrand war am Samstagnachmittag ausgebrochen. Die Feuerwehr spricht von einer gewissen Gefahr, die wegen der Nähe zu dem ehemaligen Munitionsdepot besteht. Allerdings kühle das Gebiet, in dem Munitionsreste liegen, immer weiter ab. Feuerwehrleute betreten dieses Areal nicht, es wird ausschließlich aus der Luft gelöscht. mit dpa

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