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Fridays for Future demonstrieren in Darmstadt für mehr Klimaschutz.
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Fridays for Future demonstrieren in Darmstadt für mehr Klimaschutz.

Darmstadt/Darmstadt-Dieburg

Greta aus Groß-Umstadt bei neuem Bündnis für Klimaschutz

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Ein neues Aktionsbündnis der Jugendförderungen im Landkreis Darmstadt-Dieburg setzt sich für Klimaschutz ein. Am Samstag startet eine Demo gegen den Ausbau von A 5 und A 67.

Greta ist 17, und sie kommt aus Groß-Umstadt. Wie ihre schwedische Namensvetterin Thunberg ist auch Greta Grabowski Teil der Fridays-for-Future-Bewegung. Vor zwei Jahren ging sie auf ihre ersten Demos der Schülerbewegung in Darmstadt. Dann kam ihr die Idee, auch in ihrem Heimatort im Landkreis Darmstadt-Dieburg selbst Proteste zu organisieren – und merkte schnell, wie schwierig es ist, die Menschen zu motivieren und den Bestimmungen etwa zur Anmeldung und Organisation solcher Veranstaltungen gerecht zu werden.

Einmal hätten dennoch 400 Menschen teilgenommen. An ihrer Schule sei sie auf Akzeptanz gestoßen. „Die Lehrer waren sehr aufgeschlossen, wenn ich freitags mit einem Schild den Unterricht verließ, um zur Demo zu gehen“, berichtet sie bei der Auftaktveranstaltung des neuen Aktionsbündnisses #kijufoesfuerklimaschutz.

Darin haben sich die Kinder- und Jugendförderungen der acht Kommunen Babenhausen, Bickenbach, Dieburg, Erzhausen, Mühltal, Münster, Reinheim und Roßdorf sowie des Landkreises Darmstadt-Dieburg zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für Nachhaltigkeit und Klimaschutz einzusetzen.

Zwar werden bereits in den Gemeinden und Städten im Landkreis verschiedene außerschulische Aktionen für Kinder und Jugendliche zum Thema Umweltschutz angeboten – beispielsweise werden Müll gesammelt, Bäume gepflanzt oder nachhaltige Bastelprojekte veranstaltet. Doch nun ist die Idee gereift, gemeinsam solche Themen zu bündeln und aktiv zu werden. Entstanden ist das Aktionsbündnis, das sich „Nichts weniger als jetzt die Welt retten“ auf die Fahnen geschrieben hat, wie es in einer Mitteilung heißt.

Jede am Bündnis beteiligte Kinder- und Jugendförderung wird in diesem Jahr Projekte und Angebote zum gemeinsamen Jahresmotto „Klimaschutz“ anbieten. Der Aktionszeitraum bis Jahresende biete viel Gelegenheit, um zusammen erste Schritte in ein nachhaltigeres Leben zu etablieren und Kindern und Jugendlichen Gehör und Raum zu verschaffen, führt das Bündnis aus. Ziel der Kooperation sei, sich interkommunal zu verbinden und gemeinsam zu wirken.

Dass es ein Problem ist, in kleineren Kommunen genügend Menschen etwa zur Demoteilnahme zu motivieren, bestätigt Lars Richter vom Jugendbildungswerk des Landkreises. Ein Ziel des Bündnisses sei deswegen, sich zu vernetzen und gegenseitig zu informieren, wenn Aktionen liefen. Termine und Hinweise hat das Bündnis deshalb in einem Flyer zusammengestellt.

Michael Spiehl, der Leiter der Kinder- und Jugendförderung Babenhausen, sagte bei der Veranstaltung, dass er zum Beispiel nichts von FFF-Demos in Groß-Umstadt gewusst habe. Auch für die für Sonntag von FFF und verschiedenen Initiativen geplante Demo in Darmstadt gegen den Ausbau der Autobahnen 5 und 67 sei es schwer, auf Anhieb Infos zu erhalten. Wie wichtig Vernetzung sei, betont auch Greta Grabowski. „Instagram ist unser Medium“, sagt die 17-Jährige. Die beste Möglichkeit sei, die Ortsgruppen zu vernetzen. Bei FFF etwa habe jede Gruppe eine:n Delegierte:n.

Das Aktionsbündnis will ebenfalls die Vernetzung forcieren. Im Oktober soll deshalb neben den anderen Veranstaltungen auch ein Treffen mit Jugendlichen stattfinden.

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