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Graffiti-Kunst in Darmstadt: Bombenhagel stoppen

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Von: Claudia Kabel

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Graffitikunst an der Heinheimer Straße in Darmstadt.
Graffitikunst an der Heinheimer Straße in Darmstadt. © Michael Schick

Zwei Kunstaktionen für den Frieden laufen dieser Tage in Darmstadt und Rüsselsheim.

Zwei Kunstaktionen in Darmstadt und Rüsselsheim wollen dieser Tage ein Zeichen für Frieden setzen: Ein riesiges Graffito auf einem Haus in der Heinheimer Straße 44 in Darmstadt wurde am Dienstag enthüllt und wendet sich gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine: „Stop Bombing Civilians“, steht in großen Lettern. Zu sehen ist ein kleines Mädchen, das von Bomben bedroht wird.

Die Darmstädter Künstler Spraywatz (Fabian Meuren), Spraymobil (Elmar Compes) und Deafman (Julian Bock) haben das Kunstwerk gestaltet, um auf die schrecklichen Folgen von Bombenangriffen auf die Zivilbevölkerung aufmerksam zu machen. Sie unterstützen damit die Kampagne „Stop Bombing Civilians“ der Hilfsorganisation Handicap International (HI), teilte die Stadt mit. Die Aktion ist eine Kooperation mit dem Jugendbildungswerk.

„Wir fordern mit unserer Kampagne, Bombardierungen der Zivilbevölkerung öffentlich zu verurteilen und das Völkerrecht wieder zu stärken, den Opfern zu helfen und die Entminung von bombardierten Gebieten zu unterstützen“, sagte Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung von Handicap International Deutschland. Um den öffentlichen Druck zu verstärken, können Interessierte eine Petition auf der Seite www.handicap-international.de/de/stopbombingcivilians unterschreiben.

Die jungen Künstlerinnen und Künstlern präsentieren ihre Werke. Rechts Oberbürgermeister Udo Bausch und die Friedensschutzbeauftragte Uta Sandner.
Die jungen Künstlerinnen und Künstlern präsentieren ihre Werke. Rechts Oberbürgermeister Udo Bausch und die Friedensschutzbeauftragte Uta Sandner. © Stadt Rüsselsheim am Main

Die Stadt Rüsselsheim hat indes eine Ausstellung zum internationalen Kunstwettbewerb der Mayors for Peace (Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden) eröffnet. Junge Künstlerinnen und Künstler zwischen sechs und 15 Jahren zeigen ihre Werke zum Thema „Möge Frieden auf Erden sein! – friedliche Stadt“. Eine Jury hatte sie aus 66 Einreichungen ausgewählt. Mit je fünf Beiträgen aus zwei Altersgruppen werde die Stadt beim internationalen Kunstwettbewerb der Mayors for Peace in Japan ins Rennen gehen, heißt es in einer Mitteilung.

Zu sehen sind alle Arbeiten bis 2. November während der Öffnungszeiten des Rathauses in der Lobby, Eingang über die Faulbruchstraße. cka

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